Als am 17. Dezember 2022 die leuchtenden Trecker zum Abschluss der Lichterfahrt auf dem Breckerfelder Marktplatz ankamen, standen die „Brothers Breckerfeld“ mit ihrem zu einem Foodtruck umgebauten Pferdeanhänger bereits parat: Mit frisch zubereiteten Burgern und Würstchen für die Landwirte – und mit einer großen Metallbüchse, die an diesem Abend als „Kasse“ diente.

Die Idee: sämtliche Einnahmen aus dem Burger-Verkauf sowie auch freiwillige Spenden dieses Abends sollten dem Verein Unsichtbar zugute kommen. Dieser hilft Obdachlosen und sozial Schwachen im Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen und Wuppertal und erhielt vergangenes Jahr vom Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW (VEZ) den Ehrenamtspreis in der Kategorie „Humanitäres“.
Großartige Spende
Am Samstag, 18. Februar, hat Holger Brandenburg, „Unsichtbar“-Gründer und 1. Vorsitzender, die Spende mit „einem herzlichen Dank an die beiden supernetten Menschen, die nicht lange nachgedacht, sondern einfach mal gemacht haben“ von Denis Lipok und Lars Gräfe entgegengenommen. Gemeinsam mit Beate Wachsmann als 2. Vorsitzende hat er einige Tage darauf die ungewöhnliche Spendendose geöffnet: „Es sind großartige 406,70 Euro geworden“, freut sich Holger Brandenburg.
Denn mit jeder Spende könne der Verein es obdachlosen Menschen oder Familien, die in Not geraten sind, ermöglichen, das Leben (wieder) ein bisschen lebenswerter zu machen. „Bei uns wird nicht diskutiert, sondern praktisch und direkt vor Ort in unserer Heimat geholfen, ohne Fragen zu stellen, zu kritisieren oder zu verurteilen“ – nach diesem Motto handelt „Unsichtbar“.
Das Team aus Ehrenamtlichen fährt etwa zu Stellen, an denen Obdachlose gemeldet wurden oder häufig anzutreffen sind. In ihren Fahrzeugen haben sie Schlafsäcke, Iso-Matten, warme Getränke oder Suppen und andere Dinge dabei, die den Menschen auf der Straße das Leben etwas erleichtern.
Oder es hilft bedürftigen Menschen mit dem, was gerade benötigt wird. Das können Lebensmittelgutscheine sein, aber auch schon mal Elektrogeräte wie eine Kochplatte oder eine Waschmaschine.
Unsichtbar in Breckerfeld unterwegs
„Auch wenn Breckerfeld keine so große Anlaufstelle für obdachlose Menschen ist, fahren wir trotzdem regelmäßig auch durch Breckerfeld“, erzählt Holger Brandenburg. „Und wenn einem aufmerksamen Bürger jemand auffällt, der augenscheinlich obdachlos oder in Nöten ist und wir werden informiert, dann helfen wir natürlich auch in Breckerfeld.“
Neben materieller und praktischer Unterstützung steht bei „Unsichtbar“ jedoch eines sichtbar im Vordergrund: Hinschauen, Zuhören und nicht urteilen. „Manchmal reicht schon zuzuhören, mit den Menschen zu sprechen. Helfen kann so einfach sein“, so Holger Brandenburg. Und weil er und das gesamte „Unsichtbar“-Team genau das „Helfen“ nun schon seit dem Gründungsjahr 2015 verwirklichen, sagten die Brothers Breckerfeld bei der Spendenübergabe: „Der Dank gilt eigentlich euch!“










