Nach der Fusion der drei evangelischen Kirchengemeinden Altena, Nachrodt und Wiblingwerde weht viel frischer Wind durch die Standorte. Das neue interprofessionelle Pastoralteam probiert viel Neues aus – auch in den Gottesdiensten. Andere Zeiten, offenere Konzepte, neue Zielgruppen: Und das kommt ganz offensichtlich gut an. Nach und nach scheinen die Grenzen im Kopf zu fallen. Es wird normaler von Wiblingwerde zum Gottesdienst nach Nachrodt zu fahren oder am Sonntag von Altena nach Wiblingwerde. Und so versammelte sich auch am Sonntagabend eine bunt gemischte Gruppe in der Nachrodter Kirche.
Dass der Gottesdienst anders werden würde, ließen schon die Orgellieder erahnen. Denn „Wellerman“ und „Ring of Fire“ gehören jetzt eher nicht zum klassischen Kirchenmusik-Repertoire. Pastor Wolfgang Kube und die Schwerter Sängerin Ines Göge nahmen die Besucher mit auf eine visuelle und musikalische Reise durch die Jahreszeiten. Denn es galt, sich vom Sommer zu verabschieden und den Herbst zu begrüßen. „Haben wir genug sommerliche Leichtigkeit getankt, um den Herbst zu überstehen und gar zu genießen“, fragte Wolfgang Kube. Es sei wichtig, darüber nachzudenken, was individuelle Kraftquellen sind. „Wir sollten immer wieder Ausschau halten nach Momenten des Lebens, die uns herausziehen aus der Schwere“, appellierte Kube an die Anwesenden. Manchmal helfe es, dass Leben mit einer sommerlichen Leichtigkeit zu nehmen, immer im Bewusstsein, dass Christen die Mühseligkeiten des Lebens in Gottes Hände legen können. „Das ist geschenkte Leichtigkeit“, betonte Kube.
Ines Göge nahm die Besucher mit in musikalische Traumwelten und regte zum Innehalten und nachdenken an. Mit Liedern wie „Perlentaucher“ von Rosenstolz, „Kreise“ und „An guten Tagen“ von Johannes Oerding sowie „Irgendwann ist jetzt“ von Max Giesinger setzte sie Impulse. Die Schwerterin ist für die Nachrodter nicht unbekannt. „Während Corona war ich hier. Zum Beispiel bei der Konfirmation. Damals durften die Familien ja nicht selbst singen und so kam der Kontakt“, erzählte die Sängerin.










