Aus der Ferne betrachtet wirkt der Pkw-Transport mitsamt Tandem-Anhänger recht unauffällig, doch Lüdenscheider Polizisten entwickelten eine Ahnung, dass das Gespann "innere Werte" haben könnte. Sie sollten den richtigen Riecher haben ...
Ein in der Mitte durchgebrochener Lkw gehöre nicht mehr in den Verkehr, textet die Kreispolizeibehörde und teilt mit, dass die Polizei in der Kreisstadt ein solches Fahrzeuggespann von der Straße geholt habe.
Wörtlich: "Andere Länder, andere Sitten: Aber auch in der Republik Kosovo gilt, dass ein Lkw, der in der Mitte durchgebrochen ist, nicht auf die Straße gehört. Der Verkehrsdienst zog am Römerweg ein Fahrzeuggespann aus dem Verkehr, nachdem ein technischer Gutachter 60 Mängel auflistete."
Der Hauptrahmen des Zugfahrzeuges sei durchgebrochen und laienhaft zusammengeschweißt worden, mehrere Querträger seien durchgerostet gewesen und die Feststellbremse (Handbremse) defekt. Weitere Mängel: die Beleuchtung größtenteils ohne Funktion und der Motor mit Ölverlust (Tropfen auf der Fahrbahn), zusätzliche Luftfederung verbaut, die mit Armierungseisen aus dem Baugewerbe am Hauptrahmen verschweißt wurde, beim Anhänger konnten auf zwei der vier Bremsen keine Bremsbeläge mehr festgestellt werden. Die Betriebs- und Feststellbremse war ohne Funktion, das Abreißseil gar nicht befestigt. Auch die Beleuchtung des Anhängers funktionierte größtenteils nicht mehr.
Zugfahrzeug und Anhänger seien stillgelegt, die Kennzeichen und die Fahrzeugscheine sichergestellt worden. Die Polizei: "Der Fahrer musste vor Ort ein Bußgeld leisten und für die Kosten des Gutachtens aufkommen."









