Am Anne-Frank-Gymnasium in Halver waren am Dienstagvormittag, 7. Juni, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz, da sich ein Elfjähriger mutmaßlich absichtlich von einem Mitschüler hat würgen lassen. Nach Angaben der Polizei wurde der Vorfall gegen 10.10 Uhr bekannt, nachdem zunächst die Feuerwehr über den Notruf alarmiert worden war.
Nach Informationen der Polizei waren zwei elfjährige Kinder an einer „kindlich-spielerischen Auseinandersetzung“ beteiligt, so Polizeioberkommissar Lukas Borowski von der Pressestelle der Polizei Märkischer Kreis. Dabei habe sich eines der Kinder von einem anderen würgen lassen.
Einsatzkräfte trafen die Beteiligten nach Angaben der Polizei ansprechbar an. Das betroffene Kind wurde vorsorglich von den Rettungskräften zur weiteren Untersuchung mitgenommen. Hinweise darauf, dass das Kind bewusstlos gewesen sei oder bleibende Verletzungen erlitten habe, liegen der Polizei derzeit nicht vor.
Die Feuerwehr bestätigte auf Anfrage der Redaktion lediglich den Rettungsdiensteinsatz. Demnach sei ein elfjähriger Schüler betroffen gewesen. Weitere Angaben zum Gesundheitszustand machte die Leitstelle nicht.
TikTok-Challenge möglicherweise Auslöser für Mutprobe
Auf Nachfrage der Redaktion, ob der Vorfall möglicherweise mit einer sogenannten „Blackout-Challenge“ in Zusammenhang stehen könnte, die über soziale Medien wie TikTok bekannt geworden ist, antwortete der Polizeisprecher, er könne dies zum derzeitigen Zeitpunkt nicht bestätigen. Bei besagter "Challenge" versuchen Jugendliche durch gegenseitiges würgen bewusstlos zu werden und mit den gefilmten Videos Klicks und Aufmerksamkeit im Internet zu generieren.
Nach Angaben des Polizeisprechers sei der Begriff „Challenge“ in den bisherigen Ermittlungen nicht gefallen. Gleichwohl sei den Behörden diese Art von Mutprobe bekannt, es habe in der Vergangenheit bereits Berührungspunkte mit ähnlichen Vorfällen im Märkischen Kreis gegeben.
Über Gefahren aufklären
Die Polizei rät Eltern, Lehrkräften und Erziehungsberechtigten, Kinder über die erheblichen Gefahren solcher Mutproben aufzuklären. Das absichtliche Abdrücken der Halsschlagadern oder der Atemwege könne innerhalb kürzester Zeit zu Bewusstlosigkeit und lebensbedrohlichen Verletzungen führen.








