Honig kennt jeder. Er schmeckt auf dem Brot, im Tee, beim Backen und Kochen. Aber wie kommt er eigentlich ins Glas? Am Tag der deutschen Imkerei hatten alle Interessierten die Möglichkeit, sich Antworten auf ihre Fragen rund um das Thema Biene und Honig geben zu lassen.

Viel Arbeit für den Imker

Welche Arbeiten die Imker erledigen müssen, bis sie den Honig von den Bienen ernten können, wie sie ihre Bienen übers Jahr gesund erhalten und wie sie aktuell versuchen, sie gegen die sich ausbreitende asiatische Hornisse zu schützen, das konnten interessierte Besucher am Sonntag, 5. Juli, dem Tag der Deutschen Imkerei, am Bienenstand von Christian Conrad in Branten hautnah erleben. Welche Aufgaben erledigt werden müssen, bis der Honig verkaufsbereit im Glas ist, zeigt das Video.

Spannung am offenen Bienenvolk

Einmal den Finger in eine frische Bienenwabe stecken und ihn dann genüsslich ablecken. Diesen Spaß haben sich nicht nur die Kinder gemacht, die ohne Furcht, aber auch gut geschützt in einer Imkerjacke, ganz nah an ein offenes Bienenvolk herantreten durften. Aber nicht nur die herausgezogenen Honigwaben waren für die Besucher interessant, auch auf einer Brutwabe nach der Königin zu suchen, war eine Herausforderung, der sich viele stellten.

Informationen rund um Honig und Biene

Bei Kaffee und Kuchen und Würstchen frisch vom Grill beantworteten die Imker gerne alle Fragen rund um ihr Hobby. Es ging dabei vor allem darum, wie viel Honig ein Bienenvolk produziert, wie alt eine Biene wird, was Imker gegen die asiatische Hornisse tun können oder wie sie den Winter verbringen.

Andere Besucher, wie Alexander Lesnik, tragen sich aber auch mit dem Gedanken, selbst in dieses Hobby einzusteigen: „Wir haben einen großen Garten und ziehen auch unser Obst und Gemüse selber. Da bietet es sich ja förmlich an, auch mit der Imkerei zu beginnen", erzählte er. Je mehr ihm aber von den Arbeiten rund um das Bienenjahr und von dem komplexen Thema der Imkerei erzählt wurde, umso mehr wurde ihm klar, dass es sich lohnt, sich im Vorfeld auch in der Theorie erst einmal mit diesem Hobby auseinanderzusetzen. Das Angebot, einen erfahrenen Imker einige Male bei dessen Routinearbeiten zu begleiten, fand er eine gute Idee.

„Der Tag heute hat mir schon viel gebracht", sagte er begeistert. „Am besten war die Chance, hier auch einmal die Bienen direkt in Aktion zu sehen und einen Handgriff mal selbst machen zu können. Aber ich habe jetzt 1000 Fragen im Kopf. Das ist alles so faszinierend, aber jetzt bin ich erst einmal von den geballten Informationen erschlagen", sagte er und erkundigte sich aber direkt nach den besten Möglichkeiten, einen kompletten Imkerkurs zu besuchen. Eine Information, die ihm am Aktionstag gerne gegeben wurde.

Die Kinder, die zwar vom Bienengewimmel fasziniert waren, wollten sich statt mit der Theorie lieber mit den ausliegenden Ratespielen beschäftigen. Deren Fragen stellen aber auch manchen Erwachsenen vor eine schwierige Aufgabe. Denn wer weiß schon, welche Entfernung eine Biene zurücklegen muss, um einen Teelöffel Honig zu sammeln? Die Antwort lautet: Von München bis Moskau.

Ein Stand mit Honig der Vereinsmitglieder, ein Verkaufswagen mit handgemachtem Eis und ein Angebot von gehäkelten Tieren, deren Verkaufserlös zum Teil in die Hornissenbekämpfungskasse des Vereins fließt, rundeten das Angebot beim Imkerfest ab.