Wie schon mehrfach berichtet, fehlen noch kleinere Grundstücke im Bereich der nördlichen Lenneseite, um den Bau zu realisieren. Der Grundstückseigentümer stimmte bisher einem Verkauf nicht zu. Bereits im Amtshaus betonte Thorsten Schick, Vorsitzender CDU-Landtagsfraktion: „Straßen.NRW wird die Gespräche mit besagtem Grundstückseigentümer noch einmal aufnehmen. Der Zeitraum, der uns dadurch verloren geht, ist aber überschaubar – auch wenn es keine Einigung gibt. Der Planfeststellungsbeschluss liegt vor, daher hoffe ich auf eine hohe Rationalität.“
Beim Treffen mit den Bürgern interessierten sich viele für diese Thematik. Baten aber darum, in diesem Bericht nicht namentlich genannt zu werden, auch wenn sie den Namen des Grundstückseigentümers nicht erwähnten. Matthias Goeken erklärte unter anderem: „Es wird keinen Sonderfall geben. Und es wird gewiss nach einem Gerichtsverfahren nicht mehr Geld geben. Es muss klar sein, dass Infrastruktur verzögert wird, die dringend nötig ist für die gesamte Region.“
„Als die Ponton-Brücke gebaut wurde, habe ich mit eben diesem besagten Herrn an der Brücke gestanden und er sagte, wie groß der Schaden an der Natur ist und warum denn nicht an alter Stelle gebaut werde; ist da etwas dran?“, fragte ein Teilnehmer. Bürgermeisterin Birgit Tupat erklärte noch einmal, was genau das Problem ist. „Beispielsweise ist eines der Probleme, dass die gesamte Bebauung weg müsste, unter anderem die Sparkasse und die Moschee. Des Weiteren müsste die neue Brücke zwei Meter höher werden, da wir immer ein Jahrhunderthochwasser annehmen müssen. Durch den Bau müsste die Auffahrt schon viel früher beginnen, da die Lkw nicht so eine steile Rampe hoch können“, erklärte Tupat. Außerdem würde für die knapp zweijährige Bauzeit eine Vollsperrung eingerichtet – und was das bedeutet, sei jedem klar. „Oder eine Ausweichbrücke an der Stelle, wo jetzt die neue hin soll. Da wäre die Natur genauso kaputt“, ergänzte Ronny Sachse.
Thorsten Schick verneinte die Frage, ob die beiden Landes-Politiker nicht doch noch auf der anderen Lenneseite einen Gesprächsversuch unternehmen möchten. Vertragsverhandlungen seien die Sache von Straßen.NRW:
Die CDU-Landespolitiker machten unmissverständlich deutlich, dass es aufgrund dieses Problems keine großen Verzögerungen geben werde. Die Rechtslage sei gesichert und damit, das wurde mehrfach betont, habe man ein „scharfes Schwert“. Goeken und Schick machten keinen Hehl daraus, dass es in diesem Fall zu einem Enteignungsverfahren komme, dass auf Grundlage des Beschlusses und der infrastrukturellen Dringlichkeit beschleunigt sei. Die Rede sei dabei nicht von Jahren, sondern maximal von Monaten.









