Die Einigung im Tarifstreit zugunsten Angestellter im öffentlichen Dienst betrifft auch den Märkischen Kreis. Dort arbeiten derzeit 1250 Männer und Frauen, die nach dem TVöD bezahlt werden – ausgenommen Azubis. Auf eine Kostensteigerung im Personalbereich für das Haushaltsjahr 2023 hat sich der Kreiskämmerer bereits im Vorfeld eingestellt. Wie Pressesprecher Alexander Bange auf LokalDirekt-Anfrage erklärt, sei für die Tarifbeschäftigten eine Steigerung der Entgelte in Höhe von 4,00 Prozent im Jahr 2023 sowie 2,0 Prozent in den Folgejahren eingerechnet worden. Eingeplant sei nach dieser Berechnung eine Erhöhung für 2023 um 2,6 Millionen Euro gewesen.
„Nach der Tarifeinigung wird nach unseren bisher vorliegenden Informationen im Haushaltsjahr 2023 eine steuer- und abgabefreie Sonderzahlung in Form eines Inflationsausgleichsgeldes an die Tarifbeschäftigten gezahlt. Dieses beinhaltet eine Sonderzahlung mit dem Entgelt für Juni 2023 in Höhe von 1240 Euro sowie eine monatliche Sonderzahlung in Höhe von jeweils 220 Euro in den Monaten Juli 2023 bis Februar 2024“, heißt es weiter aus dem Kreishaus in Lüdenscheid.
Für vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter werde somit im Jahr 2023 ein Betrag in Höhe von 2560 Euro ausgezahlt (Juni bis einschließlich Dezember 2023). Die Auszubildenden erhielten die Zahlungen jeweils zur Hälfte, die Teilzeitbeschäftigten sollen die Sonderzahlungen jeweils anteilig erhalten.
Aufgrund dieser Berechnungen geht der Märkische Kreis derzeit davon aus, dass für die Tarifbeschäftigten im Haushaltsjahr 2023 eine Gesamtsumme in Höhe von circa 3,2 Millionen Euro ausgezahlt wird. Die Differenz zur bisher eingeplanten Erhöhung würde damit etwa 600.000 Euro betragen. „Allerdings gibt es noch ein paar bisher unbekannte Variablen bei der Umsetzung, durch die sich noch Veränderungen ergeben können“, so Bange. 600.000 Euro – eine Summe, die über die Kreisumlage an die Kommunen weitergegeben wird.
Deutlich höher dürfte der finanzielle Mehraufwand im Haushaltsjahr 2024 ausfallen, wenn ab 1. März die Tabellenentgelte um 200 Euro und dann um weitere 5,5 Prozent erhöht werden. Eine Prognose für das Haushaltsjahr 2024 möchte der Kreis auf Anfrage derzeit aber noch nicht geben. Aktuell, so der Sprecher, liefen noch Planungen und Berechnungen.
Insgesamt sieht der Märkische Kreis im Haushaltsansatz 2023 Personalaufwendungen in Höhe von 109.241.018 Euro vor. Hierin sind die Personalaufwendungen der Tarifbeschäftigten, der Beamten, des Jobcenters sowie sonstige Personalaufwendungen wie unter anderem Rückstellungen für die Pensionen und Beihilfen berücksichtigt.
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