Dabei sind Investitionen von 456.000 Euro ins „Schneckenhaus“ und die Umlage geflossen. „Jetzt haben wir unser Gelände optimal ausgenutzt“, sagte Projektleiter Harald Bräcker am Donnerstag bei einem Treffen im „Schneckenhaus“. Bei dieser Zusammenkunft überzeugten sich CDU-MdL Ralf Schwarzkopf, Kreissportbund-Vorsitzender Günther Nülle sowie Stadtsportverbands-Vorsitzender Michael Meyer und Vertreterinnen und Vertreter der Turbo-Schnecken vom erfolgreichen Abschluss der Fördermaßnahmen.

Das Sport- und Vereinszentrum wurde unter anderem digital und energetisch aufgerüstet. So haben die Fenster der ehemaligen „Hesse & Jäger“-Fabrik eine Spezialfolierung erhalten, die Wärmeverluste verhindert. Zudem wurden Wände mit atmungsaktiver Farbe gestrichen. Dazu kamen Schallschutzmaßnahmen und die Errichtung einer großen Lagerbox. Damit haben die Turbo-Schnecken nachgeholt, was bei der rasanten Entwicklung vom kleinen Lauftreff bis zur Eröffnung des Sport- und Vereinszentrums für 2300 Mitglieder im Februar 2014 zu kurz gekommen waren.
Neu auf dem Gelände sind zwei Bewegungsparcours. Neben dem Eingang zum Verwaltungsbereich können sich Rollstuhlfahrer mit dem Playfit-Programm ihre Fitness verbessern. An der Rückseite des Gebäudes befinden sich weitere Sport- und Bewegungsangebote, die ebenfalls der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Auch in Sachen E-Mobilität haben die Turbo-Schnecken mit Hilfe eines Förderprogramms aufgerüstet. Auf dem Gelände stehen Ladesäulen mit insgesamt sechs Ladepunkten zur Verfügung. Hier kann jedermann Strom tanken. Für Mitglieder gilt ein besonderer Tarif. „Sie tanken bei uns zu einem Preis, der noch etwas unter dem sehr günstigen ADAC-Tarif liegt“, berichtete Harald Bräcker. Dazu kommt eine Ladestation für E-Bikes.
Mit Mitteln aus einem Programm zur Förderung der Digitalisierung haben die Turbo-Schnecken einige Tabletts für Übungsleiter angeschafft. Prunkstück ist aber eine Stele, an der Interessenten Informationen erhalten, unter anderem zu den abgeschlossenen Projekten oder Veranstaltungen. „Die Anlage wird noch erweitert“, erklärte Harald Bräcker. Künftig könnten Mitglieder an dieser Stele Kurse buchen, ihre Stammdaten ändern und mehr.
„Mit den öffentlich zugänglichen Anlagen ist die Verantwortung des Vereins gewachsen“, stellte Kreissportbund-Vorsitzender Günther Nülle fest. „Schließlich müssen sie auch gepflegt werden.“ Andererseits böten sie den Turbo-Schnecken auch Chancen, neue Kontakte zu knüpfen. Voraussetzung sei aber, dass die Anlagen von der Öffentlichkeit angenommen würden.

Günther Nülle bedauerte, dass keine weiteren Förderprogramme für Sportvereine aufgelegt worden seien. „Sobald Förderung wieder möglich ist, sind die Sportvereine dabei“, versicherte MdL Ralf Schwarzkopf. Er zählt die Sportvereine zum dem „Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält“.
Er freue sich, dass er beim Besuch der Turbo-Schnecken zufriedene Menschen treffe, sagte der Politiker. Die Förderprogramme seien gut auf die Vereine zugeschnitten gewesen. „So konnte doch mit relativ wenig Geld viel erreicht werden“, bilanzierte Ralf Schwarzkopf.
Projektleiter Harald Bräcker hob die unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund, dem Stadtsportverband und der Stadtverwaltung hervor. Auch die NRW-Bank sei stets ein verlässlicher Partner gewesen. Sie begleite die Turbo-Schnecken seit 2008, dem Jahr, in dem die Turbo-Schnecken ihr Sport- und Vereinszentrum ersteigerten.









