Das Tiefbauunternehmen Homann aus Veserde wird inzwischen in der dritten Generation geführt. Die 20 Mitarbeiter werden immer dann gebraucht, wenn schweres Gerät erforderlich ist. Die Nachwuchssuche gestaltet sich jedoch kompliziert. „Wir bilden Straßenbauer und Tiefbauer aus. Aktuell haben wir nur einen Auszubildenden. Wir hätten eigentlich gerne mehr“, erzählt Mitarbeiterin Petra Triches. Allerdings gebe es im Moment keine Bewerbungen. „Unser Ziel ist es immer, jedes Jahr einen neuen Auszubildenden einzustellen. Aber es bewirbt sich niemand“, erklärt sie die Problematik.
Ein Problem das die Experten der Agentur für Arbeit kennen. Martin Döhler, Sabine Bergmann und Roland Lenz vom Arbeitgeberservice waren gemeinsam mit Bürgermeisterin Birgit Tupat am Dienstagmorgen in Veserde und suchten anlässlich der Woche der Ausbildung das Gespräch mit der Unternehmensführung. „Wir können nicht genau sagen, woran es liegt, dass sich keiner bewirbt. Vielleicht liegt es daran, dass der Beruf sehr körperlich ist und man immer draußen ist. Vielleicht kennen ihn aber viele auch einfach gar nicht“, sagt Petra Triches.

Die Experten des Arbeitgeberservices berichteten, dass die Veserder nicht allein mit dem Problem seien. Im Schnitt kämen aktuell auf jeden Bewerber drei Ausbildungsplätze. „Dann suchen die sich natürlich das schönste und für sie passendste Angebot heraus“, erzählt Triches. Gemeinsam überlegten die Anwesenden, wie es gelingen kann, Nachwuchskräfte zu gewinnen. Das Unternehmen selbst möchte zukünftig mehr auf Social Media setzen. Insbesondere auf die jungen Kanäle Instragram und TikTok.
Bürgermeisterin Birgit Tupat machte zudem auf die Ausbildungsmesse am 4. Juni in Altena aufmerksam. Dort könnte sich das Unternehmen auch mit einem großen Fahrzeug präsentieren, um so für Aufmerksamkeit zu sorgen. „Das finden wir eine gute Idee. Das hatten wir so tatsächlich noch gar nicht auf dem Schirm“, sagte Petra Triches.









