Durch den Cyberangriff, der in der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober auf den kommunalen Dienstleister Südwestfalen-IT verübt wurde, kommt es nach wie vor zu erheblichen Einschränkungen in vielen Bereichen der Verwaltung – besonders im Finanzwesen.
Derzeit kann kein Abbuchungslauf generiert werden
Aktuell kann die Gemeinde Schalksmühle keine Abbuchungen vornehmen. Dies betrifft auch die eigentlich zum 15. November fälligen Zahlungen der Gewerbesteuer – und Grundbesitzabgabepflichtigen. Die Teilnehmer am Lastschriftverfahren der Gemeinde werden daher darum gebeten, keine Überweisungen vorzunehmen, sondern abzuwarten. Sobald eine Abbuchung seitens der Gemeinde wieder möglich ist, werden die Zahlungen eingezogen.
Kämmerer Reinhard Voss erklärt im Gespräch mit LokalDirekt die Hintergründe dazu: „Wir müssen hier zwischen Liquidität und dem hier entstehenden Arbeitsaufwand abwägen. Wenn nur eine Ziffer in der Betreffzeile der Überweisung falsch angegeben wird, können wir von hier aus die Zahlung schon nicht mehr zuordnen.“
Stattdessen werden die Bürger also nun darum gebeten, abzuwarten: „Wir teilen rechtzeitig mit, zu welchem Datum die Zahlungen eingezogen werden.“
Gewerbesteuerpflichtige wurden angeschrieben
Da die Gewerbesteuer die wichtigste Einnahmequelle der Gemeinde sei, musste hier eine alternative Lösung gefunden werden. Deshalb, so erklärt Bürgermeister Jörg Schönenberg, wurde ein Großteil der Gewerbesteuerpflichtigen seitens der Gemeinde bereits angeschrieben und um manuelle Überweisung gebeten.
Notfallhomepage in Betrieb
Die Gemeinde hat eine Notfallhomepage eingerichtet. Diese, so erklärt Reinhard Voss, wird nach und nach ausgebaut: „Je länger der Zustand andauert, umso informativer und umfangreicher wird die Homepage sein.“
Jubilare und Geburtstage
Wer in diesen Tagen einen runden Geburtstag (85, 90, 95 oder 100 Jahre), eine Jubiläumshochzeit (Goldene, Diamantene oder Eiserne) oder ein anderes Jubiläum feiert und den Besuch des Bürgermeisters wünscht, möge sich bitte von sich aus im Vorzimmer des Bürgermeisters melden.
„Normalerweise nehmen wir von unserer Seite aus Kontakt zu den Bürgern auf. Da wir jedoch aktuell keinen Zugriff auf das Melderegister haben, sind wir auf die Mithilfe der Einwohner angewiesen“, erklärt Jörg Schönenberg.
Dauer weiterhin nicht absehbar
Wie lange sich der Prozess noch hinziehen wird, ist nach wie vor unklar. Aber: „Wir versuchen ständig, Lösungen zu finden“, verspricht Jörg Schönenberg abschließend.









