„Über Stock und über Stein“ hätte das Motto der Mountainbiker auch lauten können. Treffpunkt zur Tour war der Parkplatz oberhalb Korbecke, 490 m NN. Die Mountainbiker – davon zwei mit Elektroantrieb starteten pünktlich um 14 Uhr.
Zunächst ging es – „zwecks moderater Steigerung der Betriebstemperatur“, wie Klimaschutzbeauftragter Eric Ludewig meinte – über einen gefälligen Waldweg zum Meinerzhagener Hausberg Rothenstein auf 606 m NN hinauf.

Nach kurzer Pause führte der Weg dann weiter zur Schutzhütte/ Wegespinne Grundlose. Dort wurde eine kurze Übungssequenz mit sehr langsam sehr enge Achten gefahren. Dies diente als Vorbereitung des anstehenden ersten „Schmankerls“ der Tour.
Denn einen Kilometer weiter nach der Osterhöhe (500 m NN) ging es 80 Höhenmeter runter bis oberhalb Hohenhengstenberg: anfangs über eine mit Ästen gefüllte Harvesterspur, weiter durch eine Baumstumpfpassage und zu guter Letzt durch einen Laubwald-Single-Trail, stellenweise nur Lenkerbreit und mit quer liegenden Holzstämmen versehen. Dies ließ sich nur per BunnyHop bewältigen.
Danach kam eine kleine Steigung ins Räupgerbachtal, dort führte der Weg erst westwärts, dann in nördliche Richtung, insgesamt aufwärts am Käsebruch vorbei bis zur Autostraße K 2.
Direkt nach Einstieg ins Räupgertal war ein Tour-Teilnehmer von einer Zecke „angefallen“ worden. Dank der im ADFC-Guide Equipment vorhandenen Zeckenzange konnte eine kurze, erfolgreiche Wald-OP eingelegt werden.

Die Tour ging danach weiter über die K4 200 Meter talwärts, dann links ins zweite „Tour-Schmankerl“ „Schlammhöhe des Hahnberg“ – dank des trockenen Wetters der letzten Tage angetrocknet. Dafür schüttelte die rubbelige Erdkrusten zur Plateau-Wiese des Hahnberg die Teilnehmer tüchtig durch. Weiter ging es abwärts, insgesamt 120 Höhenmeter durch Laubwald per Single-Trail, wieder bestückt mit Baumstämmen und groben Steinen bis zur Ortschaft Bloomberg.
Nach der Überquerung der L539 bei Österfeld und des Listerflusses bei Häusgermühle ging es in den Anstieg Möllsiepen, 115 Höhenmeter auf einer 1,1-Kilometer-Strecke zur Anhöhe oberhalb Hardenberg. Der Lohn: ein fantastischer Panoramablick und eine große Pause mit erste „Flasche leer“ und Bananen-Snack (Biker‘s Bezeichnung: Affenschnitzel).

Danach folgte ein drittes „Schmankerl“: Bergab auf einer 300-Meter-Strecke, teilweise mit Hintern hinterm Sattel in einer mit „Waldgedöns“ gefüllten Harvesterspur. Nutzbar war hier nur eine Fahrrinne, oftmals mit nur 20-Zentimeter-Breite.
Was runter fuhr, musste auch wieder hoch: So wurde bergan gezuckelt bis oberhalb Nordhellen, dann wieder runter nach Nordhellen und weiter via Darmche am Baumarkt vorbei nach Scherl und parallel südlich der Autobahn zum Ziel-, Start-, Treffpunkt der Tour.
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