Damit Menschen mit Beeinträchtigungen künftig auch im Hallenbad schwimmen können, plant die Stadt Halver den Einbau einer Hubbodentreppe (20.000 Euro) sowie eines Podestlifts (10.000 Euro). Die CDU-Fraktion nahm die beiden Posten genauer unter die Lupe und erkundigte sich im Ausschuss für Schule, Soziales und Sport nach den Beweggründen seitens der Verwaltung.
Zwar gebe es aktuell keine konkreten Anfragen aus der Bevölkerung, doch habe das Schwimmpersonal – dessen Engagement Kämmerer Simon Thienel lobte – Bedarf angemeldet. Brosch ergänzte, dass es aufgrund der schnell wechselnden Schülerschaft jederzeit dazu kommen könnte, Barrierefreiheit zu benötigen. Er sei froh und stolz, dass die Herpine inzwischen für jeden nutzbar sei – doch stehe diese eben nur ein halbes Jahr zur Verfügung.
„Die Klientel haben wir schon jetzt“
Simon Thienel betonte, dass der Anteil derer, die darauf angewiesen sein können, immer größer werde. Stichwort: demographischer Wandel. Und auch die Teilnehmer der Reha-Kurse sowie Senioren könnten von den Neuanschaffungen profitieren. „Die Klientel haben wir jetzt schon.“ Auch bei einem Unfall im Schwimmbad könnten die neuen Elemente zur schnelleren und einfacheren Rettung beitragen. Man könne sich nicht nach dem Motto „es hat noch immer gut gegangen“ ausruhen. Das Personal muss zum Teil schwere Gefäße befördern, auch dafür könnten wir Hubboden und Lift nutzen.“
Bürgermeister Michael Brosch berichtete dem Gremium von seinen ganz persönlichen Erfahrungen: „Ich bin 13 Jahre hier zur Schule gegangen, aber nie hier – sondern in Radevormwald – geschwommen. Ich denke, es ist schon wichtig, dass wir Inklusion stärker leben.“









