Die Stadt Lüdenscheid hat sich im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ mit drei Projekten um Fördermittel beworben. Die entsprechenden Projektskizzen wurden fristgerecht bis zum 15. Januar eingereicht und sollen am 28. Januar vom Rat gebilligt werden.

 Das Gesamtvolumen der drei Vorhaben beträgt rund 3,34 Millionen Euro. Im Förderfall würden davon etwa 2,5 Millionen Euro durch Bundesmittel gedeckt, während ein Eigenanteil von rund 834.000 Euro aus dem städtischen Haushalt zu leisten wäre.

Zentrales Projekt ist die Sanierung des Umkleide- und Funktionsgebäudes im Stadion Nattenberg. Ein entsprechender Förderantrag war bereits 2022 erfolglos geblieben. Laut Verwaltung entspricht das Gebäude weiterhin nicht den Anforderungen an Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Funktionalität und Aufenthaltsqualität. Geplant sind unter anderem Dach- und Türenerneuerungen, ein Treppenlift, eine Photovoltaikanlage sowie neue Sanitäranlagen. Die Kosten werden auf etwa 2,6 Millionen Euro geschätzt, bei einem städtischen Eigenanteil von knapp 650.000 Euro.

Sanierung Kunstrasenplätze am Dickenberg und am Wefelshohl

Zudem bewirbt sich die Stadt um Fördermittel für die Sanierung der Kunstrasenplätze am Dickenberg und am Wefelshohl. Beide Anlagen sind rund 15 Jahre alt und haben damit ihre vorgesehene Lebensdauer erreicht. Die Sanierung soll mit nachhaltigen, recycelbaren Materialien erfolgen, da Kunststoffgranulate nicht förderfähig sind. Pro Platz sind Kosten von jeweils 380.000 Euro vorgesehen, wovon die Stadt jeweils 95.000 Euro selbst tragen müsste.

Weitere diskutierte Projekte, wie die Erneuerung der Laufbahn im Stadion Nattenberg oder eine Sanierung des Familienbads Nattenberg, wurden bislang nicht berücksichtigt, da sie noch nicht ausreichend planungsreif sind. Für das Familienbad weist die Stadt zudem darauf hin, dass Neubauten grundsätzlich nicht förderfähig sind und zunächst weitere Prüfungen notwendig wären. Perspektivisch ist für Schwimmbäder ein eigenes Bundesprogramm mit einem Volumen von 250 Millionen Euro angekündigt.