Vor rund drei Jahren hat der Rat der Stadt Plettenberg neue soziale Förderrichtlinien beschlossen, die seit Januar 2020 gültig sind. Doch dann kam Corona, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Aufgrund der Pandemie in den vergangenen Jahren seien nur wenige Anträge gestellt worden, da Begegnungen im Bereich der Altenhilfe oder Flüchtlingshilfe kaum stattfinden konnten.
Inzwischen liefen viele Projekte wieder an, so dass die Stadt Plettenberg die Fördermittel nochmals ins Bewusstsein zurückrufen möchte. Dazu erklärt Fachgebietsleiterin Soziales Christiane Wilk Folgendes:
Für die Förderung der Altenhilfe stellt die Stadt Plettenberg jährlich 10.000 Euro zur Verfügung. Bezuschusst werden auf Antrag Maßnahmen und Aktionen im Bereich der Altenhilfe, die offen für alle Älteren sind, die die Möglichkeit zur Begegnung, zur Information und zum Austausch bieten und der Einsamkeit und Isolation älterer Menschen entgegenwirken. Angebote, die durch Kostenbeiträge der Teilnehmenden getragen werden, werden nicht gefördert. Kosten für Begegnungsstätten können ebenfalls nicht über diese Förderrichtlinien bezuschusst werden.
Für die Förderung sonstigen sozialen Engagements, zum Beispiel in der Flüchtlingsarbeit, für die Förderung von Inklusion oder Integration stellt die Stadt Plettenberg jährlich 5000 Euro zur Verfügung. Ausgenommen sind Maßnahmen, die über andere Fördermittel bezuschusst werden.
Für beide Förderungen gilt: Antragsberechtigt sind Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden, gemeinnützige Personen und Vereine, deren Arbeit in Plettenberg stattfindet. Gewerbliche Unternehmen können nicht unterstützt werden. Die Höhe der Förderung richte sich nach Qualität und Quantität des Angebots, heißt es in der Pressemitteilung. Eine mehrfache Förderung von Angeboten ist ausgeschlossen.
Vorrangig bezuschusst werden Einrichtungen, die in Netzwerken wie zum Beispiel dem Gesundheits- und Pflegenetzwerk Plettenberg-Herscheid mitarbeiten. Nur durch Zusammenarbeit und Kooperation kann die vorhandene Infrastruktur gehalten und gegebenenfalls ausgebaut werden. Daher hoffe die Stadt auf Synergieeffekte und einen zielgerechten Einsatz der knappen Ressourcen.
Den kompletten Text der Förderrichtlinien und die Antragsformulare gibt es online. Weitere Infos gibt es bei Christiane Wilk unter der Telefonnummer 02391 / 923-187.








