„Wir hätten es total gerne gemacht. Die Idee war super. Aber wir müssen realistisch sein und das Vorhaben aufgeben“, sagte Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz im Rahmen der Spielplatzbegehung des Sozial- und Kulturausschusses. Geplant war eine Schaukel für behinderte Kinder. Mit dem Rollstuhl sollten sie hineinfahren und schaukeln können. „Es gab leider gleich mehrere Probleme“, erklärte Putz den Ausschussmitgliedern. Zum einen seien die Tiefbaukosten immens gestiegen. Der günstigste Anbieter habe ein Angebot um die 20.000 Euro nur für die Erdarbeiten abgegeben. Zum anderen gebe es ein rechtliches Problem. Alle deutschen Anbieter solcher Geräte bauen diese nicht für öffentliche Bereiche. „Es steht immer dabei, dass die Geräte nur unter Aufsicht benutzt werden dürfen und das können wir nicht gewährleisten“, erklärte der Fachbereichsleiter. Ratsherr Klaus-Dieter Jacobsen habe einen Anbieter finden können, der ein solches Gerät in einer anderen Kommune gebaut hat – allerdings von einem polnischen Hersteller. „Den haben wir inzwischen mehrfach kontaktiert und um ein Angebot gebeten. Wir bekommen einfach keine Antwort“, berichtete Putz.
Alle Spielplätze der Gemeinde wurden genau unter die Lupe genommen. Los ging es in Veserde. „Der Spielplatz wird bekanntlich bald aufgelöst. Die Geräte werden dann hier abgebaut und auf einem anderen Spielplatz wieder aufgebaut“, erklärte Sebastian Putz. Der Basketballkorb wurde bereits abgebaut. Er war leicht beschädigt und musste abgebaut werden. „Wir haben die Gelegenheit genutzt, und ihn direkt nach Nachrodt gebracht. Das Jugendzentrum hatte angeregt, den Korb an der Lennepromenade anzubringen“, sagte Putz. Allerdings müsse das Zielbrett noch erneuet werden. Wann die anderen Geräte in Veserde abgebaut werden, ist noch nicht klar. Allerdings ist die Alte Schule Veserde, auf deren Gelände der Spielplatz steht, verkauft. Und auch der Spielplatz muss folglich demnächst weichen.

Äußerst zufrieden zeigten sich die Ausschussmitglieder von den beiden Spielplätzen in Wiblingwerde. Der am Niggenhuser Hof sei immer stark frequentiert. Auffällig ist ein leerer Platz, wo vorher das Hexenhaus stand. Das wurde zurückgebaut. An dieser Stelle soll nun ein Trampolin in den Boden eingelassen werden. „Ich denke, das freut die Kinder. Das kommt immer gut an“, sagte Putz. In Wiblingwerde an der Grundschule sind vor wenigen Tagen neue Spielgeräte aufgebaut worden. Unter anderem wurde der Sandspielturm erneuert. „Hier ist alles gut. Die Rutsche ist älter, aber schnell und voll funktionsfähig“, erklärte Putz den Politikern.
Nicht ganz so zufrieden sind die Kinder und Jugendlichen mit den Bolzplätzen. Hier ist der Wunsch ein neuer Bodenbelag, oder zumindest ein Ausgleich der unebenen Bereiche. Der Spielplatz an der Eichendorff-Straße wird ebenfalls zurück gebaut. Die Geräte kommen auf den Spielplatz Im Grund. Die Tischtennisplatte soll jedoch erhalten bleiben. „Das wird dieses Jahr gemacht. Ebenso wie der neue Zaun, der Im Grund dringend gemacht werden muss. Aber zunächst müssen dort noch Flutschäden beseitigt werden. Sonst müsste für die Arbeiten der neue Zaun erst wieder abgebaut werden“, erklärte Bürgermeisterin Birgit Tupat.
Spenden für neue Seilbahn
Neues gibt es auch in Sachen Seilnahn. Bei einer großen Malaktion der Gemeinde haben sich mehrere Kinder auf einem Spielplatz eine Seilbahn gewünscht. Als möglicher Standort kommt der Spielplatz In der Dellen in Betracht.
Die vorhandene Kleinkinderschaukel muss für die Montage einer Seilbahn versetzt werden und das Gelände entsprechend modelliert werden. Da das Gestell der Kleinkinderschaukel bereits
sehr alt und noch aus Holz ist, sei eine Montage an anderer Stelle nicht rentabel. Da die Schaukel jedoch rege genutzt wird, soll ein neues Gestell beschafft werden. Schaukel, Erdarbeiten und Seilbahn kosten werden mehr als 24.000 Euro kosten.
Da 2023 keine finanziellen Mittel für eine Seilbahn eingeplant sind, soll versucht werden, die Seilbahn, über Spenden zu finanzieren. „Ich habe bereits einige mögliche Spender angesprochen. Allerdings noch keine Rückmeldungen“, sagte Birgit Tupat. Auch soll noch einmal das Gespräch gesucht werden, ob vielleicht doch Leader-Mittel zur Finanzierung in Frage kämen. Die Ausschussmitglieder stimmten einstimmig dafür, es so zu versuchen. Wenn all dies nicht gelingt, seien für das Haushaltsjahr 2024
entsprechende Gelder einzuplanen.









