Zu einem Dorfgespräch lud der Schalksmühler SPD Ortsverein ins Café Breddermann am vergangenen Mittwochabend ein. Diese Veranstaltung erhielt den Namen „SPDorfgespräch“, wohl als Anspielung darauf, dass es eine lockere Gesprächsrunde sein soll.
„Ein merkwürdiger Name“, meinte Hajo Kapfer. Doch hatte der Vorsitzende des Ortsvereins einige Themen im Gepäck, über die zwanglos diskutiert wurde. Und das sogar parteiübergreifend. Unter den Gästen war auch der frisch zum ersten Vorsitzenden der UWG gewählte Roman Bossart. Die Teilnahme unterstrich nach Aussage beider den Willen zur guten und konstruktiven Zusammenarbeit.
Sportstätten stehen im Fokus
Von den Themen, die Hajo Kapfer auf der Liste hatte, füllte besonders eines den Gesprächsabend: Die Situation um die Sportstätten der Gemeinde Schalksmühle. Kein einfaches Thema, zumal der Wunsch nach einer großen, neuen Multifunktionshalle am Löh im Raum steht. Ein Projekt, bei dem sich die Anwesenden ziemlich einig waren, dass große Zweifel an Machbarkeit und Notwendigkeit bestehen.

Kapfer erklärte, eine Halle ähnlich der Gummersbacher Schwalbe Arena zu errichten, sei unrealistisch. Die Frage, ob die dafür bisher als Kostenschätzung kursierenden fünf Millionen ansatzweise reichen, wurde genauso gestellt, wie nach einem tragfähigen Verkehrskonzept: „Wie kommen da nach einem Handballspiel 1500 Leute wieder weg – mit dem Hubschrauber?“, wurde gefrotzelt. Autokolonnen in Wohngebieten wolle jedenfalls niemand, hieß es.
Konsens herschte an diesem Abend auch über die Notwendigkeit, den Menschen in Schalksmühle geeignete Sportmöglichkeiten anzubieten. Die Vorschläge fielen aber höchst unterschiedlich aus: Von Fitness-Geräten „im Grünen“ bis hin zu einer Freilufthalle wurden verschiedenste Möglichkeiten diskutiert. Zu den wohl realistischsten Anregungen dürften wohl diejenigen zählen, bei denen bereits vorhandene Anlagen erweitert oder modernisiert würden. Nun bleibt abzuwarten, welches Konzept in Zukunft auch im Gemeinderat diskutiert wird.









