100 Milliarden Sondervermögen für die Bundeswehr, steigende Kosten durch die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst, Belastungen durch die Folgen der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges – die Mittel im Bund sind knapp. Dazu kommen immer neue Herausforderungen, die durch den Nahost-Konflikt entstehen. „Es gibt nur einen Kuchen, den wir verteilen können“, sagt Nezahat Baradari. Auswirkungen hätte dies auf den Gesundheitssektor. Nicht jedes Krankenhaus könne dauerhaft jedes Angebot halten. „Nicht jedes Krankenhaus kann sich auf alles spezialisieren“, erklärte Baradari – oder anders ausgedrückt: Krankenhäuser sollten Notfälle behandeln und dann die Patienten an spezialisierte Klinken überweisen. Dies gelte für Regionen, wo „alle fünf Kilometer ein Krankenhaus steht“. Anders sieht die SPD-Bundestagsabgeordnete dies für die heimische Region: Das Klinikum Hellersen gelte als Krankenhaus der Maximalversorgung. Sprich: Aufgrund der Größe der Klinik blieben die einzelnen Abteilungen bestehen.
Generell gehe es darum, die bestmögliche Versorgung und Qualität für die Patienten zu erzielen – daher müssten sich Krankenhäuser in den einzelnen Bereich qualifizieren und auch Fallzahlen vorweisen. „Es ist ein Unterschied, ob ein Arzt eine spezielle Operation drei Mal im Monat oder drei Mal am Tag macht“, sagte Baradari. Baradari versprach, sich für die Region einzusetzen und auch dabei mitzuwirken, Fördermittel zu realisieren.

Hajo Kapfer (SPD-Ortsvereinsvorsitzende) dankte Nezahat Baradari für den „kleinen Einblick in die große Berliner Politik“. In der offenen Runde ging Baradari auf kritische Fragen zur Performance der Ampel sowie auf Ergebnisse der Landtagswahlen in Hessen und Bayern ein.
Konkrete Fragen zur Bürokratie in Pflegeheimen möchte Baradari gerne in persönlichen Gesprächen mit den Betroffenen besprechen. „Aus solchen Gesprächen kann ich dann Anregungen mit nach Berlin nehmen“, machte sie deutlich.











