Schulleiter Paul Meurer und Malte Biedermann, Lehrkraft für Geschichte und Englisch, führten bei einem Pressetermin durch die Wanderausstellung zur DDR-Geschichte. „Gerade angesichts einer derzeit zunehmenden Verharmlosung des einstigen Alltags in der DDR – Stichwort ‚Ostalgie‘ – ist eine derartige Ausstellung hochinteressant“, meint Geschichtslehrer Malte Biedermann, der die Schülergruppen ab der neunten Klasse durch die Ausstellung begleitet.

„Hier werden vorherrschende Mythen – wie etwa ‚freier Zugang zu Bildung‘ auf informativen Tafeln mit Bezügen zu den Quellen – richtig eingeordnet“, so Biedermann. In der Oberstufe mache dann die Ausstellung im Kontext „Menschenrechte“ durchaus Sinn, erklärt Biedermann weiter.
„Wir engagieren uns ja auch mit ‚Schule gegen Rassismus‘. Das ist uns ein total wichtiges Anliegen, deshalb werden auch die Schüler gleich klassenweise durch die Ausstellung geführt“, sagt Schulleiter Meurer. „Zudem erstellen wir einen Erinnerungskalender, in dem sicherlich auch der 24. Februar (Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine, Anm. d. Red.) eingetragen wird“, so Meurer weiter.
Die plakatähnlichen Tafeln sind äußerst informativ – wenn auch etwas trocken. Doch wer die gebotenen Informationen intensiv liest, wird Vieles über den Alltag „in der anderen deutschen Diktatur“ (Biedermann) erfahren.
Paul Meurer bedankte sich auch „ausdrücklich bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, die mit ihrer auch quantitativ hochwertigen Ausstellung eine gute Schnittmenge präsentiert.“
Gedacht ist die Ausstellung primär für Schüler, kann aber auch nach Absprache mit dem Schul-Sekretariat (E-Mail: [email protected], Tel.: 02353/5451) von Außenstehenden bis zum Mittwoch, 15. Juni, besucht werden. Danach werden die Informationstafeln wieder der Stiftung zurückgesandt.
„Weitere Schulen wurden über die Ausstellung informiert“, meint Meurer abschließend.









