„Der Friede ist das Meisterwerk der Vernunft“: Mit diesem Zitat von Immanuel Kant lädt der Verein Stadtmuseum Breckerfeld zur Eröffnung der Skulpturenausstellung ein. Denn dieser Friede und diese Vernunft werde dringend benötigt, um als Menschheit die vor uns liegenden Aufgaben und Hindernisse bewältigen zu können. „Wir wünschen uns, dass dieser Park ein kleiner Anstoß zur Besinnung sein wird“, sagt Johannes Dennda als Vorstandsmitglied des Vereins Stadtmuseum Breckerfeld.
Stadt bezahlt Fundamente, Künstler stellen honorarfrei aus
10 bis 15 Kunstwerke sollen in der Parkanlage Spaziergänger und Kulturinteressierte zum Innehalten und Besinnen einladen. Einige Skulpturen wurden bereits am Donnerstag, 25. Mai, auf den vom Städtischen Bauhof gegossenen Fundamenten installiert: „Ausschließlich die Kosten für diese Arbeiten trägt die Stadt Breckerfeld“, so Bürgermeister André Dahlhaus im Gespräch im LokalDirekt. Es handle sich dabei um eine „überschaubare, mittlere dreistellige Summe.“
„Die Künstler stellen ihre Werke allesamt honorarfrei und öffentlich für alle Mitbürger aus“, versucht er all jenen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, die bereits im Vorfeld der Eröffnung in den sozialen Medien die Sinnhaftigkeit des Skulpturenparks, auch hinsichtlich der städtischen finanziellen Beteiligung, kritisch diskutierten.

Standortkritik in den Sozialen Medien
Ein weiterer in den Sozialen Medien erwähnter Kritikpunkt ist der Standort, denn schließlich sind die Skulpturen in der Parkanlage für jedermann öffentlich zugänglich: Skeptiker befürchten hier nicht nur Vandalismus, sondern beschreiben den „Alten Friedhof“ zudem als Ort, an dem häufig Menschen zusammenkämen, die manch einer gemeinhin am „Rande der Gesellschaft“ einordne. Kurz: Ein Ort, der nicht zum „Verweilen und Innehalten“ einlade.
„Betroffene zu Beteiligten machen“
Auf diese im Web kursierende Kritik angesprochen, sagt Johannes Dennda gegenüber LokalDirekt: „Allen recht machen kann man es nie. Jede Stadt ist nur so gut wie ihre gesamte Bürgerschaft.“
Er selbst sei beim Aufbau am Donnerstag im Park „eher interessiert“ angesprochen worden, was es mit den Skulpturen auf sich habe: „Wenn man jene Menschen mitnimmt, die nach Meinung anderer Menschen ’nicht dazu gehören‘ und wenn man diese Betroffenen zu Beteiligten macht, wird es keinen Vandalismus geben“, so Dennda zuversichtlich. Und in Anbetracht der Diskussionen zum Thema „Kultur- und Skulpturenpark“ sei das eingangs erwähnte Kant-Zitat doch eigentlich ein passendes Motto zur Eröffnung.
Künstler kommen zur Eröffnung
Zur Einweihung des Kultur- und Skulpturenparks am Pfingstsonntag um 11 Uhr gibt es Live-Musik und auch die ausstellenden Künstler Andrea Pape, Bernhardt Führt, Günter Blank, Manfred Fürth, Uwe Lassen, Werner Kollhoff und Johannes Dennda werden zugegen sein: „Lassen Sie sich von unseren Skulpturen inspirieren und zu Gesprächen miteinander animieren“, laden sie alle Breckerfelder und Parkbesucher ein.









