Die Veranstaltergemeinschaft „Wasserstoff-Brücke“, zu der auch die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) gehört, konnte über 100 Teilnehmer in der Hagener Stadthalle begrüßen. Ihnen wurden Innovationspotenziale und Anwendungen von Rednern aus Wirtschaft, Wissenschaft und innovativen Start-Ups vorgestellt. Aus Sicht der SIHK bleibt aber trotz der deutlichen Aufbruchstimmung beim Thema Wasserstoff die Herausforderung, den zukünftigen Wasserstoffbedarf der Unternehmen in der Region quantitativ zu erfassen.
Der dritte Wasserstoff-Summit war thematisch breit aufgestellt. Einen Mix aus Wissenschaft und Praxis brachte der erste von vier Themenblöcke. Im Blickpunkt, so berichtet die SIHK, standen der Wasserstoff als Baustein in der Kreislaufwirtschaft sowie H2-Anwendungen im energieintensiven Mittelstand. Das Panel zur Bedeutung von Wasserstoff für die Region spiegelte die Diskussion des gesamten Tages unter den Teilnehmern. Die wichtigste Botschaft formulierte Prof. Dr. Peter Britz, Präsident der Hochschule Weserbergland: „Wir brauchen den Wasserstoff günstig und dürfen uns nicht wieder abhängen lassen.“ Dem schloss sich SIHK-Geschäftsbereichsleiter Christoph Brünger mit einem Appell an die Unternehmen an: „Geben Sie bei unserer Umfrage zum Netzentwicklungsplan bitte an, wie hoch ihr Wasserstoffbedarf ungefähr sein wird, ansonsten bleibt unsere Region ein weißer Fleck auf der Wasserstoff-Karte.“
Die weiteren Themenblöcke befassten sich mit dem Einsatz von Wasserstoff in der Industrie, aktuellen H2-Projekten in der Region und dem Einsatz in der Mobilität. Beim finalen Panel „Wasserstoffmobilität“ war die Quintessenz, dass sich Wasserstoff für Nutzfahrzeuge durchsetzen wird. Im Pkw-Bereich bleibt der Trend weiterhin das E-Auto.
„Das Feedback war rundweg positiv“, betonte SIHK-Branchenkoordinator Industrie Frank Niehaus im Anschluss. „Daher soll es auch 2024 einen Wasserstoff-Summit des Netzwerks Wasserstoff-Brücke geben.“ Zu der Veranstaltergemeinschaft (www.wasserstoff-bruecke.de) gehören neben der SIHK die Wirtschaftsförderungen im Märkischen Kreis, in Iserlohn, im Ennepe-Ruhr-Kreis, in Hagen sowie dem Bergischen Städtedreieck, unterstützt durch den Transferverbund Südwestfalen und automotiveland.nrw.








