Viel deutlicher lässt sich ein „Do-or-Die“-Spiel im Tabellenkeller kaum beschreiben: Am Sonntag, 19. April, um 17 Uhr steigt in der Melsunger Stadtsporthalle das direkte Aufeinandertreffen im Keller der 3. Liga Südwest. Für die SGSH ist es vermutlich das vorgezogene Endspiel.
Die Ausgangslage ist ziemlich simpel: Verlieren verboten! Melsungen II steht bei 17:35 Punkten, die SGSH Dragons direkt dahinterliegend bei 15:37. Zwei Zähler trennen die Teams bei noch vier ausstehenden Spielen und acht zu vergebenden Punkten. Soll die Chance auf den direkten Klassenverbleib realistisch gewahrt werden, dürfen die Sauerländer am Sonntag unter keinen Umständen verlieren. Ein paar Statistiken indes könnten der Sauerland-Sieben helfen: Das Hinspiel gewann die SGSH mit 34:32 - ein kleiner, aber möglicherweise entscheidender Vorteil im Saisonfinale. Hinzu gesellt sich nach wie vor die Tordifferenz. Die SGSH steht bei -67, Melsungen nach den zwei jüngsten Punkteteilungen weiterhin bei -75.
Für die Dragons bietet sich am Sonntag die Möglichkeit, in einer von vorne bis hinten verkorksten Spielzeit die Weichen doch noch Richtung Rettung zu stellen. Dafür braucht es allerdings eine Leistung, die dem Ernst der Lage gerecht wird. Jeder einzelne muss „on point“ sein und funktionieren, mental wie physisch bereit für einen großen Kampf. Es gilt, alles auf der Platte zu lassen. Jeder Zweikampf, jeder Abpraller, jeder freie Wurf kann direkten Einfluss in der Saison-Crunch-Time nehmen.
Mentale Stärke im Saisonendspurt
Das Trainer-Trio um Simec, Criciotoiu und Jonovski arbeitet seit Wochen darauf hin, die Mannschaft in diese Ausgangsposition zu bringen und sie für genau dieses Szenario zu schärfen. Die Trainer wissen, dass es in solchen Spielen nicht nur um Taktik geht, sondern um Haltung, Moral, Mut und das Vertrauen in die eigene Qualität. Die Chance, im Endspurt über den Strich zu klettern, ist vier Spieltage vor dem Zieleinlauf da - und sie soll mit tatkräftiger Unterstützung aus der Heimat beim Schopfe gepackt werden.
Die Dragons stellen gemeinsam mit ihren Sponsoren einen kostenfreien Fanbus nach Melsungen und setzen damit ein starkes Zeichen. Sicher ist: Die Mannschaft kann jede Stimme, jeden Trommelschlag und jeden Impuls von außen brauchen, um in der Fremde die nötige Energie auf die Platte zu übertragen.









