Rückfall in alte Muster nach der Pause: Die SGSH Dragons setzen den Auftakt beider HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II am Sonntagabend, 11. Januar, gehörig in den Sand und unterliegen in Mittelhessen deutlich mit 24:32 (12:14).
Das neue Handballjahr startete für die Dragons durchwachsen. Ohne das nötige Selbstbewusstsein gerieten die Faßbender-Schützlinge früh in Rückstand und konnten sich über die erste Hälfte hinweg oft bei Schlussmann Luca Jannack bedanken, der eine Vielzahl an Chancen verteilte. Das traf auf der anderen Seite ebenso auf Hendrik Hantel zu, an welchem die SGSH-Offensive mehr und mehr verzweifeln sollte. Hinten hatte Christoph Börner bereits nach elf Minuten die zweite Zeitstrafe kassiert und war gezwungen, fort an mit der Handbremse zu agieren.
Schwung aufnehmen sollte die Partie Mitte der ersten Hälfte, initiiert durch einen 4:0-Lauf der Mittelhessen, die dadurch die Führung zurückerlangten und in Überzahl ein kleines Polster schufen (7:4, 13.). Die Dragons blieben dran, ließen aber weitere gute Chancen wie den Siebenmeter nach 18 Minuten ungenutzt. Mit zeitweise vier Toren im Hintertreffen zeigten sich die Sauerländer phasenweise hektisch und unsauber vor dem gegnerischen Gehäuse - und auch die Gastgeber waren am Sonntagabend nicht frei von Fehlern. Beide Teams hatten Anlaufschwierigkeiten und gut aufgelegte Keeper.
Athanassoglou und Jannack stechen heraus
Nach 24 Minuten zog Faßbender folgerichtig das erste Time-out. Allen voran Julian Athanassoglou hatte die Ohren gespitzt und zeigte sich im Nachgang für die drei folgenden SGSH-Treffer allein verantwortlich. In eigener Überzahl kamen die Sauerländer wieder auf zwei Tore heran und ließen den Anschluss danach gleich zwei Mal liegen: Nach einer Jannack-Parade ließ Kevin Plate den Treffer liegen; mit Ablauf der Zeit setzten die Dragons einen direkten Freiwurf deutlich über den Kasten. Es blieb beim 14:12 zur Pause.
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Nach dem Seitenwechsel lief zunächst alles nach Plan für die Faßbender-Sieben, Fynn Voss und Felix Jaeger besorgten, begleitet vom parierten Siebenmeter, den schnellen Ausgleich (32.). Die nächsten tun zehn Minuten zeigten beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe, wobei die Gastgeber naturgemäß die bessere Anlage besaßen. Eine gute Viertelstunde vor dem Ende schließlich kam erneut etwas mehr Hektik auf der Platte auf - und mit dieser kommen die Drachen traditionell besser zurecht. Voss netzte zum neuerlichen Anschluss (20:19, 44.).
Rückfall in alte Muster
Die SGSH hielt das Spiel weiterhin offen, musste sich aber nach wie vor mangelhafte Chancenverwertung und fehlende Konzentration vorwerfen lassen. Das eigene Spielwurde im weiteren Verlauf immer fehlerbehafteter, nach eigenem Ballgewinn leisteten sich die Dragons unsagbare Abspielfehler, die in Konsequenz einfache Tore verhinderten und den Gegner pushten. Mit der Zeitstrafe für Athanassoglou (49.) fielen die Dragons schließlich völlig auseinander. Binnen fünf Minuten zog die HSG auf sieben Tore davon, weil die Dragons Haus und Türe sperrangelweit öffneten (28:21, 54.).
Während die Drachen offensiv nur noch über verzweifelte Würfe aus der zweiten Reihe auffielen, ging das Scheibenschießen auf der anderen Seite bedingt durch die weiterhin hohe Anzahl an Fehlern und der Abkehr der eigenen Seriosität munter weiter. Schadensbegrenzung betrieben die Sauerländer aktiv keine und durften froh sein, am Ende nur 32, aber eben wieder über 30 Gegentore kassiert zu haben. Allein aufgrund der knapp 45 akzeptablen Minuten fällt die Niederlage unter dem Strich vielleicht etwas zu hoch aus, ist in ihren Grundfesten aber hochverdient.
Match Facts
HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II 32:24 SGSH Dragons
SGSH Dragons: Bach, Gipperich (2), Panisic, Gernus, Thomas (3), Plate (1), Austermann (1), N. Jannack, L. Jannack, Athanassoglou (7/1), Börner (2), Klinkby-Knudsen, F. Jaeger (6), P. Jaeger, Potgeter, Voss (2).
Schiedsrichter: Lars Zick, Dominik Schek.
Siebenmeter: HSG 3/4 (verworfen: Bremond/1) - SGSH 1/3 (verworfen: Thomas, Athanassoglou/je 1)
Zeitstrafen: HSG 3 - SGSH 5









