Die SGSH Dragons stehen am Samstag, 24. Januar, vor einer weiteren schweren Probe. In der Main-Kinzig-Halle wartet mit der HSG Hanau der aktuelle Tabellensechste – das Team, das im Hinspiel mit enormer Wucht agierte und beim 38:45 aus Dragons-Sicht ein regelrechtes Scheibenschießen veranstaltete.
Für die Mannschaft von Trainer Lars Faßbender geht es am Samstag darum, den Schwung aus dem erfolgreichen Heimauftakt über den TV Kirchzell mitzunehmen und gleichzeitig die Lehren aus den vergangenen Wochen konsequent umzusetzen. Faßbender zeigte sich nach dem jüngsten Heimsieg sehr zufrieden und betonte danach, dass man „von Anfang an gemerkt hat, dass wir den Willen hatten und motiviert waren, die Niederlage aus der Vorwoche wettzumachen“. Die deutliche Pausenführung sei „absolut in Ordnung“ gewesen.
Doch wie schon häufiger in dieser Saison erwischten die Dragons einen schwierigen Start in die zweite Halbzeit. „Wir kommen schlecht aus der Pause, machen technische Fehler und brauchen fünf Minuten für das erste Tor“, erklärte der Coach. Kirchzell habe die Situation genutzt und auf vier Tore Abstand verkürzt - mit der Möglichkeit, weiter ranzukommen. „Wir machen dann aber das Tor und holen dabei die Zeitstrafe raus. Das war sicher ein Schlüsselmoment.“
Gerade diese Phase war für Faßbender ein wichtiges Signal, denn in den Wochen zuvor hatte die Mannschaft mehrfach Führungen verspielt. „Gegen Opladen und die Panther haben wir Vorsprünge aus der Hand gegeben. Die Situation war dann gegen Kirchzell wieder die, dass die Jungs merken, dass sie etwas zu verlieren haben“, führt der Übungsleiter aus und hebt hervor, wie stark sein Team diesmal reagierte: „Ich bin stolz, dass wir diese Phase positiv beendet haben, draufpacken konnten und klar gewonnen haben.“
Der Sieg war, bedingt durch die Erfolge der Konkurrenz, auch mit Blick auf die Tabelle enorm wichtig, das gesteht auch Faßbender ein. Gleichwohl aber zählen im Sauerland dessen ungeachtet weiter nur Punkte - egal, gegen wen: „Wir müssen weiter Gas geben, die anderen Ergebnisse ändern erstmal nichts an unserer Situation. Wir müssen unsere Hausaufgaben Woche für Woche erledigen.“
Selbstvertrauen und stabile Defensive als Initiator
Mit Hanau wartet nun ein Gegner, der auch dem Trainer großen Respekt abverlangt. „Hanau ist schon nochmal eine Nummer stärker, gerade auf der eigenen Platte“, ordnet er ein. Der Fokus liege weiter klar auf der Defensive, denn offensiv sei seine Mannschaft erwiesenermaßen stabil: „In den meisten Fällen werfen wir über 30 Buden. Bekämen wir für den Rest der Saison maximal wie zuletzt 29 Gegentreffer, würde ich das sofort unterschreiben.“
Besonders die wurfgewaltigen Spieler auf halblinks und im rechten Rückraum sowie die starke Kreiskooperation der HSG macht der Coach an Herausforderungen aus, auf die es sich gezielt vorzubereiten gilt. „Wir müssen die Fernwurfzone sichern und gleichzeitig die Räume eng halten. Uns werden einige Aufgaben erwarten.“
Personell wird es voraussichtlich keine Veränderungen geben, neben den Langzeitrekonvaleszenten werden auch Philipp Jaeger und Julian Thomas aller Wahrscheinlichkeit nach nicht helfen können.
Die Dragons wollen dennoch an die positiven Elemente aus dem Kirchzell-Spiel anknüpfen und gleichzeitig weiter an Stabilität und Konstanz arbeiten. „Wir müssen Selbstvertrauen aus dem Sieg ziehen“, betont Faßbender. „Wir haben nachgewiesen, dass wir Mannschaften dominieren, Führungen ins Ziel bringen und schwächere Phasen gut überstehen können.“ Mit dieser klaren Marschroute reist die SGSH am Samstag nach Hanau – zum Punkten verdammt und personell weiter ausgedünnt, aber eben mit neuem Selbstvertrauen.
Der Anwurf erfolgt um 19.30 Uhr.









