Ein Plettenberger ist kürzlich der sog. "Sexting-Masche" auf den Leim gegangen. Das berichtet die Polizei.
Er erstattete Anzeige. Auf einem Datingportal tauschte er mit einer vermeintlichen Chatpartnerin intime Fotos aus. Kurz darauf forderte sie Bares und drohte mit der Veröffentlichung der Intimbilder.
"Fast täglich gehen Menschen im Märkischen Kreis der Masche auf den Leim", berichtet die Polizei. Einige würden Anzeige erstatten. Oft sei die Scham aber groß, sodass die Dunkelziffer vermutlich deutlich höher liege.
Die Tipps der Polizei:
Vertrauen Sie nicht blind irgendwelchen Online-Bekanntschaften. Vermeiden Sie es, leichtfertig intime Bilder zu versenden oder, wenn es passiert ist, aus Scham zu schweigen oder sich unter Druck setzen zu lassen.
Einmal verschickt, hat man keine Kontrolle mehr über die Bilder oder Videos. Man weiß nie, wo die Daten landen. Sie können auch gegen den eigenen Willen kopiert, gespeichert oder weitergeleitet werden. Auch Screenshots sind denkbar. Fragen Sie sich also: Würde ich wollen, dass mein Chef, meine Eltern oder meine Schulkameraden diese Fotos von mir sehen? Ist die Antwort nein: Lassen Sie es bleiben!
Auch in Beziehungen kann Vertrauen missbraucht werden, vor allem nach Streit oder Trennung. Daher kann auch hier Vorsicht angeraten sein.
Vertrauen Sie nur Personen, die Sie wirklich - also auch im echten Leben außerhalb des Chats - kennen. Holen Sie sich Hilfe, wenn es schiefgegangen ist. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Gehen Sie keinesfalls auf Forderungen ein. Oft war die erste erfüllte Forderung nicht die Letzte.