Eine Lüdenscheider Seniorin wollte über eine Verkaufsplattform Musikbücher verkaufen. Stattdessen geriet sie an Betrüger und verlor eine fünfstellige Geldsumme. Die Polizei warnt vor einer Masche, bei der Täter den Kontakt schnell von der Verkaufsplattform wegverlagern.
Kontakt über Verkaufsplattform
Nach Angaben der Polizei hatte sich eine Frau bei der Seniorin gemeldet und Interesse an deren angebotenen Musikbüchern gezeigt. Im weiteren Verlauf tauschten beide ihre E-Mail-Adressen und Telefonnummern aus. Die vermeintliche Käuferin verwickelte die Lüdenscheiderin anschließend in zahlreiche Gespräche und behauptete, sie habe Geld überwiesen. „Im Zuge dieser Gespräche entlockte man ihr das Online-Banking Passwort, das sie den gewieften Betrügern herausgab“, so die Polizei. Auch einen zugesandten Link habe sie bestätigt.
Fünfstellige Summe fehlt auf dem Konto
Später stellte die Seniorin bei ihrem Online-Banking-Zugang fest, dass eine fünfstellige Geldsumme von ihrem Konto fehlte. Bei der anschließenden Kontosperrung erfuhr sie zudem, dass die Täter offenbar 14 Kreditkarten auf den Namen der Lüdenscheiderin bestellt hatten. Die Seniorin erstattete Anzeige. Nun ermittelt die Kriminalpolizei.
Polizei warnt vor Links und Datenabfrage
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Betrüger immer wieder über Verkaufsplattformen Kontakt zu potenziellen Opfern aufnehmen: „Sie versuchen anschließend, die Kommunikation auf andere Kanäle zu verlagern und ihre Opfer zur Herausgabe persönlicher oder finanzieller Daten beziehungsweise zur Bestätigung von Links zu bewegen.“ Hierbei sei äußerste Vorsicht geraten: „ Zugangsdaten zum Online-Banking, Passwörter und andere sensible Daten sollten niemals an Dritte weitergegeben werden“, empfiehlt die Polizei. Auch bei Links und Zahlungsaufforderungen sei stets besondere Vorsicht angebracht.







