Eine Krebsdiagnose verändert das Leben von heute auf morgen. Um sich gegenseitig zu unterstützen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Wege im Umgang mit der Erkrankung zu finden, möchten Silvana (62) und Lothar (71) eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Lungenkrebs sowie deren Angehörige gründen.

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Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen

Silvana erhielt vor etwa einem Jahr die Diagnose kleinzelliger Lungenkrebs. „Mir ist es wichtig, über Erfahrungen zu sprechen und Behandlungsmethoden auszutauschen. Oft erlebe ich, dass ich bei Arztgesprächen nicht selbstbewusst genug auftrete und wichtige Fragen nicht stelle. Von den Erfahrungen anderer Betroffener kann ich viel lernen“, sagt Silvana.

Auch Lothar kennt die Herausforderungen, die eine Krebserkrankung für das persönliche Umfeld mit sich bringt. Als Angehöriger möchte er seine Frau bestmöglich unterstützen und sucht den Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen. „Für mich ist es wichtig, mich mit anderen Angehörigen auszutauschen. Oft stehen Fragen, Sorgen und Unsicherheiten im Raum, über die ich mit Menschen sprechen möchte, die Ähnliches erleben“, erklärt er.

Strategien und Umgang mit körperlichen und seelischen Belastungen

Beiden Initiatoren liegt besonders am Herzen zu erfahren, wie andere Menschen mit der Diagnose Lungenkrebs ihren Alltag gestalten, welche Strategien ihnen helfen und wie sie mit den körperlichen und seelischen Belastungen umgehen. Die geplante Selbsthilfegruppe soll ein geschützter Ort sein, an dem offen über Ängste, Hoffnungen, Behandlungen und den Alltag mit der Erkrankung gesprochen werden kann.

Willkommen sind sowohl Menschen mit einer Lungenkrebsdiagnose als auch Angehörige, die Unterstützung und Austausch suchen. Interessierte Betroffene und Angehörige, die an der Gründung der Selbsthilfegruppe mitwirken möchten, können sich bereits jetzt melden. Gemeinsam soll ein regelmäßiges Angebot in Lüdenscheid oder Halver entstehen, das Mut macht, Informationen teilt und das Gefühl gibt, mit den Herausforderungen nicht allein zu sein. Interessierte können sich für weitere Informationen und zur Anmeldung an die Selbsthilfe-Kontaktstelle Märkischer Kreis wenden.