Wo könnten in Halver neue Bäume gepflanzt werden? Mit dieser Frage haben sich der Baumverein und Bündnis 90/Die Grünen beschäftigt. Herausgekommen ist ein Konzept mit 146 möglichen Standorten und weiteren Vorschlägen zum Schutz des bestehenden Baumbestands. Im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Klimaschutz ging es nun darum, wie das Vorhaben umgesetzt werden könnte.

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80 Bäume verloren

Mehr Bäume für die Innenstadt – das klingt zunächst nach einer einfachen Idee. Doch bevor ein neuer Baum gepflanzt werden kann, müssen passende Flächen gefunden, die örtlichen Gegebenheiten geprüft und geeignete Pflanzbedingungen geschaffen werden. Gleichzeitig stehen bestehende Park- und Straßenbäume zunehmend unter Druck.

In den vergangenen sechs Jahren hat Halver nach Angaben des Baumvereins fast 80 solcher Bäume verloren. Weitere prägende Bäume seien beschädigt. Dazu zähle beispielsweise der große Ahorn neben der Villa Wippermann, der voraussichtlich aus Sicherheitsgründen gefällt werden muss.

146 mögliche neue Baumstandorte

Vor diesem Hintergrund entstand das Konzept „Unser Weg zu einem baumstarken Halver“. Das rund 50-seitige Konzept benennt 146 mögliche Standorte für neue Bäume im Innenstadtbereich. Darüber hinaus enthält es Vorschläge für eine neue Baumschutzsatzung und für einen besseren Schutz der Bäume bei Bau- und Straßenarbeiten sowie beim ruhenden Verkehr. Auch ein webbasiertes Baumkataster ist vorgesehen. Darüber könnten Bürger künftig Informationen über die Park- und Stadtbäume in Halver abrufen.

Verwaltung will Vorschläge zunächst bewerten

Im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Klimaschutz stellte Fachbereichsleiter Michael Schmidt nun vor, wie die Verwaltung mit den Vorschlägen umgehen möchte. Vorgesehen sind insgesamt 146 Einzelbäume im Stadtgebiet. „Wir gucken uns jetzt sämtliche Standorte auf der Liste an, bewerten sie“, erklärt Schmidt.

Dabei soll auch geprüft werden, an welchen Stellen sich neue oder zu ersetzende Bäume ohne größere Eingriffe in die bestehende Straßeninfrastruktur pflanzen lassen. Ziel sei es, zunächst diejenigen Standorte herauszufiltern, die sich vergleichsweise unkompliziert umsetzen lassen.

100.000 Euro für erste Standorte

Für den ersten Schritt möchte die Verwaltung 100.000 Euro für Baumstandorte in den Haushalt 2027 aufnehmen. Mit dem Geld sollen zunächst die weiteren Planungen und erste Maßnahmen ermöglicht werden. Welche Standorte tatsächlich umgesetzt werden, steht damit noch nicht fest.