Lüdenscheid. Die Kinder mussten teilweise mehr als 15 Minuten an den Haltestellen warten oder wurden sogar stehengelassen, das teilt die Stadt Lüdenscheid in einer Pressemitteilung mit. Die Verspätung habe für einige Ärgernisse und Verunsicherung gesorgt. Das soll und werde sich aber nicht wiederholen, versicherten alle Beteiligten nach einem noch am Vormittag erfolgten Krisengespräch.
Der Vorfall sei „nicht zu entschuldigen“, sagten Sven Haarhaus, Kämmerer der Stadt Lüdenscheid, und Matthias Reuver, Leiter des Fachbereichs Jugend, Bildung, Sport. Stadtverwaltung, Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG), Schulleitung und Elternvertreter hätten dies den zuständigen Busunternehmen auch in aller Deutlichkeit mitgeteilt, heißt es. Dass es an der einen oder anderen Stelle noch etwas knirschen könne, ließe sich bei so vielen Veränderungen und Beteiligten jedoch leider nicht vermeiden.
Stau und falsche Haltestellen
Mit der Beförderung der rund 230 Mädchen und Jungen sind laut Pressemitteilung zwei Busunternehmen beauftragt worden. Eines davon begründete die Verspätungen wohl damit, dass sich die Busse morgens an einer viel befahrenen Straße im Stadtgebiet festgefahren hätten. Der andere Dienstleister erklärte, zunächst versehentlich eine falsche Haltestelle angesteuert zu haben.
„Ein einmaliger Ausrutscher“
Das Durcheinander zum Schulbeginn soll ein einmaliger Ausrutscher bleiben, betonte Sven Haarhaus nach dem Krisengespräch. Das teilten Christine Schaumann und Gabi Sonnenschein, die die Grundschule Lösenbach leiten, anschließend auch allen Eltern in einem elektronischen Rundschreiben mit. Beide appellierten an die Eltern, trotz der Startschwierigkeiten „den Bustransport weiterhin zu nutzen und auf Elterntaxis zur Kaiserallee (dem Standort der Albert-Schweitzer-Schule, Anm. d. Red.) zu verzichten“.
Zugleich baten Schaumann und Sonnenschein um Geduld und kündigten Nachbesserungen an: „Gestehen Sie uns allen darüber hinaus die im Stundenplan ausgewiesenen ersten beiden Wochen zum Nachschärfen, zur Verbesserung und Optimierung zu“, heißt es in dem Schreiben an die Eltern weiter.
Übergangslösung für mehrere Jahre
Weil die Brandschutzmaßnahmen an der Grundschule Lösenbach nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen, findet der Unterricht in den nächsten Jahren in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule an der Kaiserallee statt – und damit in einem anderen Stadtteil. Dies sorgte im Vorfeld für viele Diskussionen und sogar eine Sonderausschusssitzung. Schlussendlich kamen jedoch keine wohnortnahen Gebäude in Frage.
Trotz Startschwierigkeiten gab es laut Pressemitteilung aber auch gute Nachrichten: An den Haltestellen, an denen mit einem höheren Aufkommen zu rechnen war, beobachteten Mitarbeitende der Stadtverwaltung und der MVG die Situation. Ergebnis: „Das hat schon richtig gut geklappt. Die Schülerinnen und Schüler haben sich sehr umsichtig und vernünftig verhalten“, sagte Matthias Reuver. „Wir behalten das aber weiter im Auge und bessern bei Bedarf nach.“
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