Das Szenario: Zwei Säurebehälter sind in einer Werkshalle umgekippt. Zwei Mitarbeiter der Walzwerke wurden bei dem Unfall verletzt und müssen schnellstmöglich aus der Halle gerettet werden. Ein anspruchsvoller Einsatz, der so nicht alle Tage vorkommt, in den Industriebetrieben aber nicht unwahrscheinlich ist.
„Wir üben hier nicht alleine“, erklärt Feuerwehrchef Mark Wille, der die Arbeiten seiner Kameraden genau im Blick hat. Denn neben den ehrenamtlichen Rettern der Freiwilligen Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde üben auch die Mitarbeiter der Walzwerke das richtige Verhalten im Unglücksfall. In dem Werk gibt es feste Strukturen und Abläufe, die im Unglücksfall einzuhalten sind. Unter anderem ging es darum, wie das Gebäude richtig geräumt wird.
Für die Mitglieder der Feuerwehr gab es neben der Bergung der verletzten Person noch einige weitere Herausforderungen. Zum Beispiel musste eine Lösung gefunden werden, wie die Flüssigkeit aufgenommen und umgepumpt werden kann, sodass im Anschluss alles sicher entsorgt wird. Dabei gilt es vor allem auch die chemischen Bestandteile zu beachten. Schließlich könnte es zu Reaktionen mit Sauerstoff oder Wasser kommen. Draußen wurde derweil eine Dekontaminierungsschleuse aufgebaut, worin die kontaminierten Einsatzkräfte gereinigt werden können.
Unterbrochen wurde die Übung durch einen echten Einsatz. Der Löschzug Wiblingwerde wurde gegen 9.30 Uhr zu einer Tragehilfe für den Rettungsdienst alarmiert. Danach ging es dann direkt zurück zur Übung.









