Der Trägerverein für die Leader-Region Oben an der Volme zog zur Halbzeit der Förderperiode am Mittwoch, 18. Februar, auf seiner Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz: volle Projektpipeline, fast vollständig gebundene Fördermittel, stabile Vereinsstrukturen und ambitionierte Pläne für Tourismus, Regionalentwicklung und Ehrenamt.
"Wir alle sind hier, weil uns die Region am Herzen liegt", mit diesen Worten begrüßte Olaf Stelse als 1. Vorsitzender die anwesenden Mitglieder zur Jahreshauptversammlung des Vereins Regionalentwicklung Oben an der Volme.
Neue Mitglieder und bewährte Strukturen
Einstimmig bestätigten die Mitglieder Kierspes Bürgermeister Olaf Stelse bei der Wahl als 1. Vorsitzenden des Vereins. Ebenfalls einstimmig wurde Olga Aksenov als Schriftführerin und 2. Beisitzerin bestätigt. Die anderen anwesenden Vorstandsmitglieder — Bernd-Martin Leonidas als stellvertretender Vorsitzender und Kerstin Steinhaus-Derksen als 1. Kassiererin und 1. Besitzerin — bleiben ebenfalls im Amt.
Durch den Abend führten die beiden Regionalmanagerinnen Friederike Bönnen und Susanne Neumann. Sie informierten über die Aufnahme von drei neuen institutionellen Vereinsmitgliedern: der Märkischen Museumseisenbahn, dem Sauerländischen Gebirgsverein (Abt. Dahlerbrück) sowie dem Sozialen Bürgerzentrum Meinerzhagen. Damit gehören derzeit 65 Mitglieder dem Verein an.
Bei der Zusammensetzung des Gremiums, das über die geförderten Leader- und Kleinprojekte berät und entscheidet, der Lokalen Aktionsgruppe Oben an der Volme (kurz LAG), gab es einige personelle Änderungen durch Neu- und Wiederwahlen. Insgesamt gehören der LAG 32 Mitglieder an, darunter befinden sich der Vorsitz sowie 15 Mitglieder und 15 stellvertretende Mitglieder. Eine ausführliche Liste der aktuellen Zusammensetzung der LAG findet sich in Kürze auf der regionalen Homepage.
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Projekte im Überblick
Die beiden Regionalmanagerinnen gingen auf eine Vielzahl von Tätigkeiten im Rahmen ihres Aufgabenbereiches ein, gaben einen Überblick über den aktuellen Stand des Leader-Prozesses und legten Rechenschaft über die jeweiligen Konten ab. Dadurch konnte der Vorstand nach erfolgreicher Kassenprüfung, am 27. Januar, entlastet werden.
2025 wurden 19 Kleinprojekte erfolgreich umgesetzt. Diese umfassen Maßnahmen zur Aufwertung der Freizeit- und Tourismusinfrastruktur, im Bereich Gemeinschaft, Integration und Bildung, zur Aufwertung öffentlicher Plätze und Belebung des öffentlichen Raumes sowie Veranstaltungsequipment. 13 Leader‑Projekte wurden zudem von der LAG positiv beschlossen; neun erhielten eine Bewilligung, wodurch die Umsetzung dieser bereits starten konnte.
Drei interkommunale Projekte, die vom Verein selbst umgesetzt und von den fünf Kommunen mitgetragen wurden, beleuchteten Friederike Bönnen und Susanne Neumann etwas genauer: Neben der Neuauflage des regionalen, nachhaltigen Einkaufsführers gehörten die Displays an Schulen zur Bewerbung regionaler Ausbildungs- und Praktikumsstellen und das Projekt „Songs von hier“, in dessen Rahmen Songwriting-Workshops in allen fünf Jugendzentren der Kommunen kostenfrei angeboten wurden, dazu.
Auch Vivien Bömer, Tourismusmanagerin der Region, berichtete über ihre Tätigkeiten im vergangenen Jahr sowie ihre Planungen für 2026. Dazu zählen die Initiierung der beiden Projekte „Sagenhaft unterwegs“, bei dem es um die weitere Qualifizierung der bestehenden „Sagenwelt Oben an der Volme“ u. a. mithilfe von digitalen Elementen geht, und „Volme Spuren Industriekultur“.
Durch die laufenden und beschlossenen Projekte sind die Fördermittel der Region aktuell nahezu komplett gebunden. Im Frühjahr wird mit Ablauf von Fristen zur Antragstellung entschieden, ob, wann und über welche Summe ein neuer Leader-Förderaufruf starten kann.








