Erheblicher Blechschaden, doch die Beteiligten haben offenbar viel Glück gehabt: Die Unfallstelle am Hermecker Weg, nahe des Industriegebietes Rosmart, wirkte auf den ersten Blick wie ein Trümmerfeld. Der beteiligte Rettungswagen erlitt einen massiven Frontschaden, auch die beiden in die Kollision verwickelten Autos, beide im Märkischen Kreis zugelassen, mussten abgeschleppt werden. Einen Schwerverletzten galt es zu versorgen, doch dabei handelte es sich um den Patienten im Rettungswagen, der sowieso auf dem Weg ins Krankenhaus war. Darauf, dass der erneute Unfall dessen Gesundheitszustand weiter beeinträchtigt hat, gab es nach Angaben der Feuerwehr keinen Hinweis.
Allerdings gibt es eine deutliche Diskrepanz – oder aber eine abweichende Definition – hinsichtlich der übrigen Verletzten. Die Feuerwehr spricht von sechs weiteren, die Polizei auf Nachfrage am Abend lediglich von ein oder zwei Betroffenen. Konsens besteht aber hinsichtlich der Schwere der Verletzungen: Die ist bei allen übrigen Beteiligten gering. Die Feuerwehr rief gegen 16.15 Uhr, rund eine halbe Stunde nach der ersten Alarmierung, den sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ aus. Mit der Alarmierungsstufe „ManV 5“ geht man mit etwa fünf Verletzten aus.

Dabei habe es sich um die Insassen der beiden Pkw gehandelt, aber auch um die von einem Auszubildenden ergänzte Besatzung des Rettungswagens sowie einen Notarzt, der die Fahrt ins Lüdenscheider Krankenhaus begleitete. Erheblich verletzt wurde aber niemand von ihnen, insbesondere die betroffenen Rettungskräfte traten den Weg zu weiteren Untersuchungen ins Klinikum Hellersen sogar gemeinsam an, wie die Feuerwehr Altena berichtete. Zuvor haben sich die selbst verunfallten Retter noch als Ersthelfer betätigt: Während es dem Fahrer des auf die Seite gekippten Opel Astra noch gelang, sich selbst aus dem Fahrzeug zu befreien, brauchte die Person im Renault Clio Unterstützung durch die havarierten Helfer. Somit war von der Feuerwehr niemand aus den Unfallfahrzeugen zu befreien.
Die 18 Kräfte der Hauptamtlichen Wache, der „Schnellen Einsatzgruppe“
sowie der Löschgruppe Rosmart konnten sich auf die Absicherung der Unfallstelle konzentrieren. Mehrere Feuerwehrwagen sicherten die Straße gegen den fließenden Verkehr ab. Außerdem musste der Opel Astra mit Stützen gegen Umkippen gesichert sowie ausgelaufene Betriebsmittel unschädlich gemacht werden. Hierzu wurde auch ein Reinigungsfahrzeug einer Fachfirma angefordert.
Nach rund einer Stunde trafen Abschleppwagen an der voll gesperrten Straße ein, um die betroffenen Fahrzeuge zu bergen. Die Rettungswagen mit den Unfallbeteiligten waren inzwischen auf dem Weg ins Krankenhaus.

Gegen 18.15 Uhr konnte die Straße wieder zum vorsichtigen Befahren freigegeben werden. Die finale Reinigung stand zu diesem Zeitpunkt aber noch aus.
Inzwischen hat sich die Polizei ein Bild der Lage verschafft und erklärt den Unfallhergang mit einem Überholmanöver des Rettungswagens. Dieser befuhr den Hemecker Weg bergauf mit Sonderrechten, also auch eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn. Die Person, die im Renault Kleinwagen in die entgegengesetzte Richtung fuhr, bemerkte dies zu spät, es kam zum Frontalzusammenstoß. Dabei blieb es nicht: Ein Opel Astra kollidierte ebenfalls mit den Unfallfahrzeugen und kippte dabei auf die Seite. Der entstandene Sachschaden wurde noch nicht beziffert.








