Der Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur war eingeladen worden, um den Kreispolitikern einen aktuellen Sachstand zu den einzelnen Projekten geben. Winterberg: „Es wurden 122 Ideen eingereicht. Davon wurden 83 aufgenommen, 16 sind in der Umsetzung.“ Der Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur GmbH lobte die Vielfalt der eingereichten und ausgezeichneten Projekte – auch aus dem Märkischen Kreis.

50 Projekte bereits mit dem ersten Stern ausgezeichnet
Das Motto für die zweite „Regionale“ nach der im Jahr 2013 in Südwestfalen befasst sich mit den Themenfeldern Mobilität, Kultur, moderne Arbeitswelt, Bildung, Stadtentwicklung, digitale Kompetenzen und vieles mehr. Die Ausschussmitglieder erfuhren: „50 der 122 eingereichten Konzepte haben bereits den ersten Stern („Herausragende konzeptionelle Projekte“), 26 den zweiten Stern („Realisierungsfähige Projekte“) und 16 den dritten Stern („Umsetzungsreife“) erhalten. Sprich: Den Erfolgsmodellen winkt ein bevorzugter Zugriff auf Fördergelder. Das Strukturförderprogramm des Landes NRW will sicherstellen, dass die Region für die Zukunft gut aufgestellt ist und ein attraktiver Lebensraum für junge Menschen bleibt.
Hubertus Winterberg stellte Projekte aus dem Märkischen Kreis besonders heraus – darunter auch „Kreativ.Quartier.Wippermann“ in Halver (2. Stern). Die Stadt hat dabei eine alte Industriefläche im Blick, die zu einem Anlaufpunkt im Zentrum werden soll. Das Gelände soll zu einem multifunktionalen Ort für digitales, innovatives und kooperatives Arbeiten sowie für Kulturerlebnisse entwickelt werden. Es sei zudem ein Baustein, um die interkommunale Kooperation „Oben an der Volme“ zu stärken.
„Wissenscampus“ in Iserlohn
In Iserlohn entsteht ein „Wissenscampus“ mit Verbindungen zum Schillerplatz-Areal, das komplett erneuert wird. Neues Wohnen, Arbeiten, (Er)Leben und Lernen in digitalen Zeiten trifft auf nachhaltiges Bauen und Fortbewegen. Das Projekt „Wald.Stadt.City Iserlohn“ ist vom zuständigen Ausschuss der „Regionale“ bereits mit dem zweiten Stern ausgezeichnet worden.
Weiteres Vorzeigeprojekt: Auf 250.000 Quadratmetern entsteht in Menden eines der modernsten Gewerbegebiete in Südwestfalten. Der Gewerbepark Hämmer soll mehr sein als nur eine reine Industriefläche. Ziel ist ein lebenswertes Gewerbegebiet mit durchdachten Mobilitätsangeboten, zugeschnitten auf Unternehmen und ihre Arbeitnehmer. Das Kernstück des Vorhabens der Stadtwerke ist ein Mobilitäts-Hub (2. Stern). Die Hönnestadt wird dann endgültig zur „Smart City“.
Wander- und Naturerlebniszentrum Nordhelle
Auch das Wander- und Naturerlebniszentrum für die Nordhelle geht in die nächste Runde (2. Stern). Die Gemeinde Herscheid und die Stadt Meinerzhagen möchten besonders Familien eine weitere, attraktive Anlaufstelle bieten.
Dazu sollen Bildungsangebote zu den Themen Natur und Umwelt vermittelt werden – analog, digital und interaktiv. An der Nordhelle sollen Multifunktionsflächen für Veranstaltungen und eine Gastronomie entstehen. Weitere Attraktionen: Erlebnisspielplatz, Lehrpfad, Barfußpark sowie ein barrierearmer Rundweg.
Kostenloses Bildungszentrum in Lüdenscheid
In Lüdenscheid und Umgebung ist mit dem Bildungszentrum „Tumo+lernfab“ ein außergewöhnlicher Lernort geplant. „Tumo“ ist ein innovatives und kostenloses Bildungskonzept für junge Menschen zwischen 12 und 18 Jahren, das in Armenien entwickelt wurde. In den Zentren können Jugendliche Fähigkeiten in digitalen Technologien und kreativen Methoden erlernen, unter anderem Animation, Programmierung, 3D-Modellierung und Robotik, aber auch Musik, Film und Fotografie.
Vorgesehen ist ein Zukunfts- und Innovationsort auf einer Fläche von rund 800 Quadratmetern in der Lüdenscheider Innenstadt, an dem Jugendliche ihre Fähigkeiten durch den Einsatz neuer Technologien weiterentwickeln können. Lüdenscheid wäre nach Berlin und Mannheim der dritte „Tumo“-Standort. Hier winken Fördermittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro.
Hintergrund
Die „Regionale“ ist ein Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das ausgewählten Regionen die Möglichkeit bietet, sich zu präsentieren. Die Region Südwestfalen hat bereits 2013 erfolgreich eine „Regionale“ ausgerichtet. Mit der Aktion setzen sich alle gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Akteure in Südwestfalen das Ziel, die Region zukunftsfähig zu gestalten. Im Zentrum steht dabei die Digitalisierung. Den inhaltlichen Rahmen bildet die entwickelte Südwestfalen-DNA mit dem Slogan „digital – nachhaltig – authentisch“.








