Der Einbau der neuen Photovoltaik-Anlage spart bares Geld. Konkret werden die 220 Solarmodule auf dem Dach der Regenbogenschule in den kommenden Jahren für ein Plus von 220.000 Euro in der Stadtkasse sorgen. Denn die 100.000 Euro teure Anlage wird komplett gefördert – und zwar vom Land NRW.

Der Stromverbrauch der Schule von rund 35.000 Kilowattstunden wird laut Projektleiter Stefan Heinrich nun von der Anlage vollständig gedeckt. Je nach Witterung schaffe diese sogar 38.000 Stunden. Für den Strom, den sie ins Netz einspeist, bekommt die Stadt im Schnitt 7,18 Cent pro Kilowattstunde, erklärt Heinrich.
Beim Ortstermin am Mittwoch (22. März) stellten Schulleiter Daniel Riegel, Klimaschutzmanagerin Karla Luchterhandt, Timm Rietschel und Michael Schmidt (Fachbereich Bauen und Wohnen) und Stefan Heinrich die neue Anlage vor. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sie bereits 190 Kilowattstunden produziert. In der Pausenhalle soll noch ein Display installiert werden, um die Leistung für die Kinder sichtbar zu machen, erklärte Daniel Riegel – als pädagogischer Effekt. Vormittags zwischen zehn und zwölf Uhr deckt die Anlage laut Heinrich den Verbrauch zu 100 Prozent, nachmittags werden die Speicher aufgeladen.




Im Keller der Schule befinden sich die Lithium-Eisen-Phosphatspeicher und die Wechselrichter. Er sei als Standort aus Brandschutzgründen am besten geeignet, erklärte Timm Rietschel. Karla Luchterhandt freute sich über die gelungene Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Daten und Fakten zur Photovoltaik-Anlage
- Die Anlage hat eine Leistung von 45,6 Kilowatt-Peak (kWp)
- Die 220 Module sind nach Ost und West ausgerichtet
- Ein Modul ist 1,8 Quadratmeter groß
- Die Module kommen aus Chemnitz, die Speicher der Anlage aus China
- Die voraussichtliche Lebensdauer liegt bei 6000 Ladezyklen, das entspricht bei 200 Zyklen jährlich etwa 30 Jahren.
- 100.000 Euro kostet die Anlage; die Summe wird vom Land NRW zu 100 Prozent gefördert
Weitere Photovoltaik-Anlagen sind in Planung
Nachdem nun die erste Schule mit einer PV-Anlage ausgestattet wurde, sollen weitere städtische Gebäude folgen. „Aktuell laufen Untersuchungen der Dächer, denn der Zustand muss stimmen“, erklärte Michael Schmidt. Es gebe keine Priosierung. Denkbar seien jedoch die Oberbrügger Grundschule oder das Lern- und Begegnungszentrum. Eine hundertprozentige Förderung gebe es zwar nicht ein zweites Mal, aber immerhin sei eine 70-Prozent-Förderung möglich.
Förderung vom Land NRW
Finanziert wird der Zuschuss durch die Billigkeitsrichtlinie für kommunale Klimaschutzinvestitionen des Landes NRW. Zwei Billigkeitsleistungen à 55.000 Euro, also 110.000 Euro, hat die Stadt Halver erhalten. Mit 100.000 Euro sind die Kosten für die PV-Anlage gedeckt. Die übrigen 10.000 Euro stehen für die Förderung der Balkonkraftwerke zur Verfügung. Karla Luchterhandt bekam bislang 41 Anträge von Halveranern, 59 Förderungen sind noch offen. Zwar läuft die Maßnahme erst zum Ende des Jahres aus, Anträge sollten aber spätestens bis zum Sommer gestellt werden, erklärte Luchterhandt.









