Trockenheit und hohe Temperaturen haben bislang diesen Sommer geprägt und einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Schutz vor Hitze und ihren gesundheitlichen Folgen ist. Die Stadt Lüdenscheid treibt daher die Umsetzung des im vergangenen Jahr beschlossenen Hitzeaktionsplans weiter voran. Einige Maßnahmen sind bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht. Der Fachbereich Umwelt und Klima zieht eine erste Zwischenbilanz und gibt einen Überblick über die bisher erreichten Ziele.

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Refill-Stationen im gesamten Stadtgebiet

Ein wichtiger Bestandteil des Hitzeaktionsplans ist die Refill-Kampagne, die seit 2025 in Lüdenscheid beworben wird. Inzwischen gibt es nach Angaben der Stadt Lüdenscheid im gesamten Stadtgebiet mehr als 14 Refill-Stationen, an denen Bürger ihre Flaschen kostenlos mit Trinkwasser auffüllen können. Ziel sei es, das Angebot an frei zugänglichen Trinkmöglichkeiten im Stadtgebiet weiter auszubauen, so die Stadtverwaltung.

Information und Sensibilisierung der Bevölkerung

Auch die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung sind wesentliche Bestandteile des Hitzeaktionsplans. Am 1. Juli organisierte der Fachdienst Klima- und Umweltschutz, Grünflächenplanung gemeinsam mit der Feuerwehr, der Stabsstelle Demographie/Sozialplanung, den Märkischen Kliniken und der Verbraucherzentrale einen Hitzeaktionstag. Auf dem Sternplatz sowie bei Vorträgen im Rathaus konnten sich Interessierte über die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze und Möglichkeiten zum persönlichen Schutz vor Hitze informieren.

Anja Weber und Susanne Löffler stehen an einem Stand mit verschiedenen Glaskaraffen voller Fruchtwasser unter einem weißen Sonnendach.
Beim Hitzeaktionstag in diesem Sommer gab es viele Informationen rund um das Thema Hitze. Auf dem Foto: Anja Weber (l.) und Susanne Löffler von der Sozialplanung der Stadt Lüdenscheid an ihrem Stand mit verschiedenen Erfrischungsgetränken.
Foto: Warmuth

Handbuch zum Thema Hitze

„Darüber hinaus hat die Stadt ein Handbuch zum Thema Hitze für die Lüdenscheider entwickelt. Für Kinder gibt es außerdem ein Bilderbuch, das einen altersgerechten Zugang zu den Themen Hitze und Hitzeschutz ermöglicht", erklärt Klimaschutzmanagerin Lea Schnippering. Die Nachfrage nach den Materialien sei groß. Einige wenige Handbücher seien noch im Rathaus erhältlich. Das Bilderbuch sei derzeit vergriffen und müsse bereits zum wiederholten Mal nachbestellt werden.

Sonnensegel und Straßenbäume

Auch im öffentlichen Raum werden Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehört beispielsweise die schrittweise Installation von Sonnensegeln auf Spielplatzbereichen, die keinen ausreichenden Schatten bieten. Zudem sollen immer mehr Straßenbäume mit unterirdischen Speicher- und Versickerungselementen für Regenwasser, sogenannten Baumrigolen, ausgestattet werden, erklärt die Stadt Lüdenscheid. Diese würden die Wasserversorgung der Bäume unterstützen und dazu beitragen, ihre wichtige Funktion für das Stadtklima langfristig zu erhalten.

„Hitzeschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe"

„Hitzeschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe und wird angesichts des Klimawandels auch für Lüdenscheid immer wichtiger. Der diesjährige Sommer zeigt eindrücklich, dass die Städte bei Weitem noch nicht auf diese Klimabedingungen vorbereitet sind“, so Schnippering. Mit dem Hitzeaktionsplan habe man jedoch einen Rahmen geschaffen, um verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung systematisch anzugehen. „Einige Maßnahmen konnten bereits umgesetzt werden. Langfristig wird das aber nicht ausreichen, um Lüdenscheid an solche Sommer, die künftig häufiger auftreten können, anzupassen. Dafür bedarf es weiterer Anstrengungen in allen Bereichen der Stadtgesellschaft.“