Laut Pressemitteilung der Bundesanwaltschaft stehen die sieben festgenommenen Männer in dringendem Tatverdacht, eine terroristische Vereinigung im Inland gegründet und einen Anschlag in Deutschland geplant zu haben. Zudem werde sechs von ihnen die Unterstützung der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) vorgeworfen, indem sie Geld gesammelt und ins Ausland transferiert hätten.
Ennepetaler festgenommen
Die Festnahmen erfolgten durch Beamte des Bundeskriminalamtes, unter Beteiligung des Landeskriminalamtes NRW. Wie die Kreispolizeibehörde in Schwelm gegenüber LokalDirekt bestätigt, wurde in diesem Zusammenhang auch eine männliche Person in Ennepetal festgenommen.
Zeitgleich wurde in den Niederlanden von den dortigen Behörden ein Ehepaar festgesetzt, das ebenfalls in Verdacht stehe, terroristische Anschläge geplant zu haben.
Bei den sieben in NRW festgenommenen Terrorverdächtigten handelt es sich um fünf tadschikische Staatsangehörige sowie einen turkmenischen und einen kirgisischen Staatsangehörigen. Die Beschuldigten sollen seit längerem miteinander bekannt sein und eine radikal-islamische Einstellung teilen.
Einreise nach Beginn des Ukrainekrieges
Kurz nach Beginn des Krieges in der Ukraine im Frühjahr 2022 seien die Männer von dort aus nahezu zeitgleich nach Deutschland eingereist und hätten sich hier Ende Juni 2022 zu einer terroristischen Vereinigung zusammengeschlossen „mit dem Ziel, in Deutschland öffentlichkeitswirksame Anschläge im Sinne des IS zu verüben“, so der Generalbundesanwalt. Dieser Vereinigung soll auch der heute in den Niederlanden festgenommene Mann angehören.
Mögliche Tatorte ausgekundschaftet
Die Gruppierung soll in Kontakt mit im Ausland befindlichen Mitgliedern des regionalen IS-Ablegers „Islamischer Staat Provinz Khorasan“ (ISPK) gestanden haben. „Zur Umsetzung ihres Vorhabens fassten die Beschuldigten bereits Anschlagsobjekte in Deutschland ins Auge, kundschafteten mögliche Tatorte aus und versuchten, sich Waffen zu beschaffen. Ein konkreter Anschlagsplan bestand allerdings zum Zeitpunkt der heutigen Festnahme noch nicht“, teilt die Bundesanwaltschaft mit.
Heute Entscheidung über U-Haft
Die Beschuldigten sollen noch im Laufe des heutigen Tages sowie morgen dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe vorgeführt werden, der ihnen die Haftbefehle eröffnen und über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden werde.









