Wie wird Shopfloor Management im Produktionsalltag tatsächlich gelebt? Dieser Frage gingen rund 20 Qualitätsmanagementbeauftragte beim Besuch von oso precision, einem Schmiedebetrieb in Plettenberg, nach – und erhielten praxisnahe Antworten direkt aus der Fertigung.
Nach einem Fachvortrag im SIHK-Fachforum Qualitätsmanagement öffnete das Unternehmen in Plettenberg seine Werkstore. Betriebsleiter Horst G. Kellermann und Martin H. Pronegg, Leiter Digitalisierung und Integrierte Managementsysteme, zeigten, wie Shopfloor Management seit 2022 Schritt für Schritt implementiert wurde – mit klarer Zielsetzung: mehr Struktur, höhere Transparenz und messbare Effizienzgewinne.
Im Mittelpunkt standen zudem stabile Prozesse und die konsequente Sicherstellung von Qualitätszielen in der Fertigung. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die Aufbereitung von Echtzeitdaten aus der Produktion, erlebten strukturierte Shopfloor-Routinen und sahen, wie Kennzahlen verständlich visualisiert und zur Steuerung genutzt werden. Qualität wurde nicht nur dokumentiert, sondern sichtbar gemacht.
Der direkte Austausch schuf Mehrwert auf beiden Seiten. Fragen konnten unmittelbar am Ort des Geschehens diskutiert werden. „Genau das macht solche Unternehmensbesuche so wertvoll: Konzepte werden greifbar, Erfahrungen teilbar, Impulse übertragbar“, so Claus Hegewaldt, SIHK-Geschäftsstellenleiter in Lüdenscheid.
Das Fazit der Gruppe war eindeutig: ein erkenntnisreicher Nachmittag mit konkreten Anregungen für die eigene betriebliche Praxis – und ein gelungenes Beispiel dafür, wie Qualitätsmanagement im Alltag Wirkung entfaltet.
Die nächste Veranstaltung des Fachforums Qualitätsmanagement findet am 28. April mit einem Vortrag im Hagener Kammergebäude zum Thema: „Der digitale Zwilling für jedes Bauteil - total traceability und die Möglichkeiten der KI in der Wertschöpfungskette“ mit Referenten von PlockControl statt.









