Ein hochkarätiges Konzert steht am Samstag, 7. März, um 19 Uhr in der Musikschule der Stadt Lüdenscheid an: Johannes Gehring (Violine) und Andrea Ertz (Klavier), die beide als Lehrkräfte an der Musikschule tätig und auch darüber hinaus im Lüdenscheider Konzertleben keine Unbekannten sind, spielen Werke von Beethoven, Schumann und Prokofjew.

Beethovens G-Dur-Violinsonate (op. 30 Nr. 3) gehört zu einem Zyklus von drei Sonaten, aus dem das Duo bereits vor zwei Jahren die düster-drängende c-Moll-Sonate aufführte. Die G-Dur-Sonate ist hingegen in ihrer kompakten Dreisätzigkeit von unbeschwert sonnigem und spielfreudigem Charakter.

Ähnlich kompakt und dreisätzig ist auch Robert Schumanns berühmte a-Moll-Violinsonate (op. 105). Der Komponist schrieb sie im Jahr 1851, ein Jahr nach seinem Umzug nach Düsseldorf, in nur wenigen Tagen nieder. Die leidenschaftlich-drängende und zugleich romantisch-schwelgende Sonate gilt als unmittelbarer Spiegel des Seelenlebens Schumanns.

Sergej Prokofjews Fünf Melodien (op. 35a) entstanden während einer Konzerttournee durch Kalifornien im Jahr 1920 zunächst als Vocalisen, also als Lieder mit einem textlosen Gesangspart nach dem Vorbild Rachmaninovs. Fünf Jahre später arbeitete Prokofjew sie in Paris, wo er damals lebte, für Violine und Klavier gründlich um. Er reicherte den Violinpart um Oktavierungen, Doppelgriffe, Flageoletts und Pizzikati an und erweiterte so die Palette der Farben.

Der Eintritt zu diesem besonderen Konzert ist frei, die Interpreten freuen sich über Spenden zugunsten des Vereins der Freunde und Förderer der Musikschule.