Georg Schroeter (Piano) und Marc Breitfelder (Mundharmonika) bilden den Kern. Mit Kalle Reuter (E-Gitarre, Gesang) und Achim Erz (Percussion) bestritten sie am Sonntagabend, 10. Mai, das KuK-Konzert. Eine Band aus einem Guss - die Formation „Pure Blues“.
Der Name war Programm. Mit eigenen Titeln, aber auch Anleihen aus der Rock- und Blues-Geschichte sorgten sie in der eher nüchtern wirkenden Aula schnell für Club-Atmosphäre: locker, nah am Publikum, mitreißend schon nach den ersten Takten. Schnell zeigte sich, dass der Verein für Kommunikation und Kultur (KuK) mit den Musikern aus Deutschlands Norden eine Top-Formation engagiert hatte.
Mal sanfte Passagen, mal stampfende Südstaaten-Rhythmen. Blues in allen Variationen. Mit einfühlsamem Klavierspiel überzeugte Schroeter. Als er ein kleines Instrument anspricht, das „ein großer Meister beherrscht“, greift Breitfelder in seinen Harp-Koffer. Seine drei Kollegen verlassen die Bühne. Und Breitfelder bietet ein Mundharmonika-Solo, das allein den Abend wert war. Mal singend, säuselnd, glucksend kommen die Melodien daher, ein Zwiegespräch zwischen Musiker und Instrument, bei dem sich mancher wunderte, „woher er die Luft holte“.
Ausgezeichnete Blues-Musiker
Schroeter und Breitfelder sind ausgewiesene Blues-Könner, haben mit der „International Blues Challenge“ 2011 den größten internationalen Blues-Wettbewerb in Memphis, (Tennessee, USA) gewonnen. Seit den 1980er Jahren sind sie, mehrfach ausgezeichnet, mit ihrem Stil unterwegs. „Rock’in USA“ ist ein Titel, der auf einer siebenwöchigen Tour durch die USA entstand, ein schönes Land wie Schroeter betont, aber „keine Hommage an Mr. Trump“. Der Titel selbst aber dynamisch, kraftvoll, mitreißend, so wie das Amerika-Bild, das viele noch vom „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ im Kopf haben oder kultivieren.
Achim Erz (Drums) als Vertretung für den erkrankten Torsten Zwingenberger und Kalle Reuter boten die perfekte Begleitung, wobei Reuter mit der E-Gitarre lautstärkemäßig etwas unterging. Im zweiten Set wurde es noch etwas rockiger mit Stücken von den „Stones“ – und bewegter. Gab es vorab schon Szeneapplaus, hielte es einige nicht mehr auf den Stühlen. Sie tanzten im Gang. Ein großes Konzert vor, leider, kleiner Kulisse. Es hat dennoch Spaß gemacht – den Besuchern und den Musikern.







