Am 29. April verstarb der Konzeptkünstler Timm Ulrichs. Am Sonntag, 17. Mai, um 15 Uhr laden die Museen der Stadt Lüdenscheid im Rahmen des „Internationalen Museumstages“ ein, an einem Rundgang auf den Spuren des Künstlers teilzunehmen.

Dr. Susanne Conzen, die Leiterin der Städtischen Galerie und Klaus Crummenerl, Kunstsammler und seiner Stadt Lüdenscheid stets verbunden, werden die Ideen und die Arbeiten Ulrichs im kurzweiligen Gespräch entdecken. Der Eintritt zur Galerie ist frei. Die Führungsgebühr beträgt drei Euro.

Weißer Stuhl, der scheinbar durch eine schräge Plattform geteilt und in der Luft gehalten wird, Kunstinstallation von Timm Ulrichs aus dem Jahr 1970.
Timm Ulrichs, Der erste sitzende Stuhl (nach langem Stehen zur Ruhe setzend), 1970.
Foto: Städtische Galerie Lüdenscheid

Timm Ulrichs fühlte sich der Stadt Lüdenscheid und deren Kunstszene seit Uwe Obier eng verbunden, teilt die Stadt Lüdenscheid mit. Neben dem bekannten Kopfsteinpflaster im Skulpturengarten der Galerie der Stadt Lüdenscheid falle besonders die große Arbeit Der Fußboden-Tisch-Stuhl-Teller-Löffel ins Auge, die sich seit 2005 in der Halle der Museen befindet. 

In ständigen Vorbereitungen zu weiteren Projekten und stets unterwegs in eigener Sache zählte Ulrichs zu den vielseitigsten Künstlern seiner Generation, ein kritischer Geist und sensibler Künstler mit eigenwilligen Seiten. Der sich selbst als Totalkünstler bezeichnende Ulrichs postulierte bereits 1975 Ich kann keine Kunst mehr sehen! und provozierte mit seinen Aktionen die Kunstwelt.