Schon in wenigen Tagen läuft das Basistraining im Jugendzentrum Meinerzhagen an, in dessen Verlauf Kinder und Jugendliche üben werden, wie sie sich gegen Mobbing schützen und Grenzen setzen können.
„Bereits Mitte Januar hatten wir besprochen, ein solches Pilotprojekt im Jugendzentrum anzubieten und zu schauen, wie es läuft“, erklärt Sabrina Müller vom städtischen Fachdienst Soziales, die in enger Zusammenarbeit mit dem Referenten und dem Team des Jugendzentrums daran gearbeitet hatte, den Präventionskurs vor Ort durchzuführen. „Die Ereignisse der letzten Woche haben uns dann noch einmal umso dringlicher gezeigt, wie wichtig solche Angebote sind. Deshalb ist es ein gutes Zeichen, dass dieser erste Kurs innerhalb kürzester Zeit belegt war.“ Wenn er gut angenommen wird, soll das Angebot wiederholt und gegebenenfalls vertieft werden: „Die Nachfrage der Kinder und Jugendlichen selbst und vieler Familien ist in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen, und die Sensibilität zum Themenbereich ist enorm. Das ist gut, wichtig und richtig, und genau an dieser Stelle wollen wir als Stadt gemeinsam mit unserem Jugendzentrum Impulse setzen und helfen.“
Grenzen setzen, Gefühlen verkaufen und Empathie lernen
Und wie läuft ein solcher Kurs ab? Dazu erklärt Kai Kleinehollenhorst: „Mir ging es darum, außerhalb des schulischen Bereichs auch einen offenen Kurs im Nachmittagsbereich anzubieten, der nach dem Konzept von „Stark auch ohne Muckis“ aufgebaut ist.“ Er selbst ist Kinder- und Jugendcoach, wohnt in Meinerzhagen und bietet unter anderem Selbstbehauptungs- und Resilienztrainings in Schulen und Kindergärten an. Damit kennt er nicht nur die Materie, sondern auch die Gegebenheiten hier in der Stadt und kann direkt auch auf konkrete Situationen eingehen: „In zweimal zwei Stunden besprechen wir, wie man auf seine Gefühle vertraut, und gefährliche Situationen frühzeitig erkennt. Außerdem geht es darum. Grenzen zu setzen – und zwar gewaltfrei und über Kommunikation – und sich zu wehren. Und, als Basis von allem, wollen wir die Empathie füreinander fördern. Denn wenn wir wirklich mitfühlen, hat Mobbing keine Chance mehr.“ Eine einstündige Online-Elterninformation ergänzt das Programm dahingehend, dass auch Eltern sensibilisiert werden und die im Kurs erarbeiteten Strategien mit ihren Kindern festigen können.
Respekt und gegenseitige Wertschätzung gehören zum Alltag: Jugendzentrum als idealer Ort für das Training
Als Ort des Geschehens bietet sich, da waren sich alle Beteiligten schnell einig, das Jugendzentrum mit seiner offenen Ansprache an: Hier könne man diejenigen erreichen, die diese Kurse erreichen sollen, und hier sind gegenseitiger Respekt und Wertschätzung Grundlage des Miteinanders, wissen die Organisatoren des Präventionskurses. Auch den Team des Jugendzentrums ist die Thematik sehr wichtig, bestimmt sie doch gerade in den letzten Wochen viele Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen.
Stark mit Köpfchen: weitere Termine nach erfolgreichem Piloten geplant
In wenigen Tagen startet der erste Kurs „Stark mit Köpfchen“, der innerhalb von Tagen allein durch Bekanntmachung im Jugendzentrum ausgebucht war. Wenn die Inhalte gut aufgenommen werden, soll aus dem Pilot- ein wiederkehrendes Projekt werden, denn: „Wir wollen das Thema Prävention voranbringen, wo immer wir können“, unterstreicht Sabrina Müller, „und da ist dieser Ansatz ein wichtiger Baustein. Wenn es also soweit ist, dass weitere Kurse angeboten werden, werden wir unmittelbar über das Jugendzentrum und die städtischen Infokanäle darüber informieren.“
Weitere Informationen finden Interessenten im Internet. Außerdem steht das Team des Jugendzentrums und Sabrina Müller unter der Rufnummer 02354/77-150 oder per Mail zur Verfügung.









