Eine besondere Ausgabe der monatlichen Kamishibai-Lesung hat am Dienstag, 7. Juli, zahlreiche Familien zur Villa Wippermann gelockt. Rund 70 Gäste erlebten gemeinsam mit Maskottchen Willi Wippermann und Michaela vom Brocke die Geschichte „Ronny das Pony und Gerd das Pferd“ – und wurden anschließend mit einem außergewöhnlichen Programmpunkt überrascht: Statt einer Bastelaktion warteten drei echte Ponys auf die Kinder.

Drei Ponys zu Gast an der Villa Wippermann

Gelesen wurde mit einem Kamishibai, einem japanischen Papiertheater. Dabei wurden großformatige Illustrationen nach und nach in einen Holzrahmen eingeschoben und passend zur Geschichte präsentiert. Während Michaela vom Brocke die Geschichte vorlas, lauschten die Kinder aufmerksam den Bildern und verfolgten gespannt, wie sich die Geschichte von Ronny und Gerd entwickelte.

Dass sie wenig später, den tierischen Hauptdarstellern ähnelnden Ponys begegnen würden, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Doch nach der Lesung öffnete sich die Tür zur Wiese – und die Kinder liefen den Ponys Strolchi, Flocke und Sissie vom Ponyhof Carthausen sofort entgegen. Geduldig warteten die Tiere, während sie ausgiebig gestreichelt und bestaunt wurden.

Begleitet wurden die Ponys von Ponyhof-Inhaberin Veronik Janek-Waldhoff, ihrem Mann Daniel Waldhoff und weiteren Helfern. Die Idee für die Zusammenarbeit sei eher zufällig entstanden: „Ich war früher selbst oft mit meinen Kindern in der Villa. Wir kaufen auch regelmäßig Bücher bei Michaela und kamen ins Gespräch. Dann haben wir gesagt: Das machen wir.“

Pferdegeschichte als perfekte Einstimmung

Für den Ausflug nach Halver nahmen die Ponys sogar einen längeren Fußmarsch auf sich. Rund eine Stunde seien sie unterwegs gewesen, berichtet Janek-Waldhoff: „Die Ponys sind da ganz entspannt.“

Dass diesmal keine Basteltische aufgebaut waren, fiel einigen Kindern bereits vor Beginn der Veranstaltung auf. „Wir haben für den Anlass extra eine Pferdegeschichte rausgesucht“, erklärt Michaela vom Brocke. „Die Kinder wussten nichts davon. Manche haben sich schon gewundert, warum keine Tische fürs Basteln dastanden. Aber die tierische Überraschung kam super an – es kamen sogar noch einige Familien vom Spielplatz dazu.“

Leseförderung mit dem japanischen Papiertheater

Im Mittelpunkt der regelmäßigen Veranstaltungen steht für Michaela vom Brocke vor allem die Freude am Lesen. Das Angebot richtet sich an Kinder ab drei Jahren. „Ich möchte die Kinder an Bücher heranführen, damit sie später auch Spaß am Lesen haben. Leseförderung ist mir wichtig“, betont sie. Außerdem würden Bücher nicht nur den Wortschatz erweitern, sondern auch die Fantasie der Kinder anregen.

Die Kamishibai-Lesungen finden seit Februar 2025 regelmäßig an jedem ersten Dienstag und Mittwoch im Monat statt. „Ursprünglich war nur ein Termin im Monat geplant. Dann kam die Lesung allerdings so gut an, dass wir das Ganze auf zwei Tage erweitert haben“, berichtet vom Brocke. Die zweite Lesung mit Pony-Besuch findet bereits am Donnerstag, 8. Juli, um 16 Uhr statt.