Erstmeldung:
Das war gewiss eine kuriose Nacht für die Altenaer Polizei. Es begann eigentlich ganz harmlos: Um 1.30 Uhr ging der erste Alarm bei der Polizeileitstelle ein. Ein Gullideckel läge in Höhe des Nachrodter Hofs schräg im Schacht und rage auf die Fahrbahn. Dies meldete ein Autofahrer. Die Polizisten fuhren hin und entdeckten das Problem. Kurzerhand wurde der Gullideckel wieder richtig eingesetzt. Gefahr gebannt – so war zumindest der Plan.
Um 3.46 Uhr ging der nächste Anruf in der Leitstelle ein. Ein Gullideckel läge auf der Fahrbahn. Die Polizei rückte wieder an und beseitigte das Problem erneut. Kaum zurück auf der Wache ging um 5.15 Uhr die nächste Meldung ein. Dieses Mal wollten es die Polizisten genau wissen und bewachten den Deckel. Schließlich musste es ja einen Grund für das Problem geben. Inzwischen hatte sich sogar schon ein Autofahrer einen Platten gefahren. Als ein Lkw über den Deckel fuhr, hob dieser erneut ab und lag neben dem Schacht. Die Polizei gab auf und sperrte kurz vor Beginn des Berufsverkehrs die Bundesstraße. Zu groß war die Gefahr, die von dem Deckel ausging.
Inzwischen war auch Straßen.NRW benachrichtigt worden, denn die seien nach Auskunft von Christof Hüls, Mitarbeiter der Pressestelle der Kreispolizeibehörde, für den Gullideckel verantwortlich. Gegen 7 Uhr rückte ein Team des Landesbetriebs an und beseitigte das Problem. Gut eine Stunde brauchten sie dafür. Woran es jetzt genau gelegen hat, konnte Straßen.NRW noch nicht sagen. Um 8.04 Uhr war die Straße dann wieder frei.
Update:
Andreas Berg, Pressesprecher von Straßen.NRW, erklärt, wie es zu dem Problem kommen konnte: „Es war ein runder Gullideckel mittig auf der Fahrbahn. Durch den Regen der vergangenen Wochen ist dort viel Wasser angefallen und das friert hoch. Dadurch hat der Deckel nicht mehr glatt aufgelegen und angefangen zu wackeln. Die schweren Lkw haben dann so viel Bewegung dareingebracht, dass der Deckel heraussprang.“ Alltäglich sei das Problem keineswegs, sondern eher sehr ungewöhnlich. Die Mitarbeiter haben das Eis beseitigt und die Stellen gereinigt. Anschließend haben sie mit ihrem eingenen Lkw die Festigkeit getestet. Berg: „Alles sollte jetzt wieder normal sein. Es besteht keine Gefahr mehr.“









