Der Breckerfelder Senior erhielt am Mittwoch gegen 18.30 Uhr eine Kurznachricht auf sein Handy. Der Trickbetrüger gab sich darin als dessen Sohn aus: Er habe sein Handy verloren und melde sich daher von dieser, dem 76-Jährigen unbekannten Nummer. Der angebliche Sohn schrieb, er benötige eine mittleren vierstelligen Betrag für zwei wichtige Reparaturen. Der Breckerfelder überwies daraufhin zwei Geldbeträge. Wie die Polizei mitteilt, habe sich erst später herausgestellt, dass es ein Trickbetrüger war, der die Nachrichten gesendet hatte. Die Polizei stellte eine Strafanzeige und die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Geldübergabe im Hausflur
Nur einige Tage zuvor war eine 83-jährige Frau aus Gevelsberg Opfer eines Telefonbetruges geworden. Die Seniorin erhielt am Montag, 28. August, gegen 12 Uhr einen Anruf eines vermeintlichen Polizisten, der ihr mitteilte, ihr Sohn habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei der eine Frau mit ihrem Kind verletzt worden sei. Daraufhin verlangte der Anrufer eine Bargeldsumme im niedrigen fünfstelligen Bereich.
Die Geschädigte schenkte diesem „Schockanruf“ Glauben und wurde durch den vermeintlichen Polizeibeamten bis zur Geldübergabe um 14.30 Uhr durchgehend am Telefon gehalten. Eine männliche Person, der das Geld wenig später im Hausflur bei der Seniorin abholte, konnte wie folgt beschrieben werden:
- männlich, ca. 25-30 Jahre alt
- Größe ca. 1,90 m
- schlanke bis normale Statur
- dunkle kurze Haare, dunkler dichter Schnauzbart
- südeuropäisches Erscheinungsbild
- schwarzer Pullover mit mittiger großer, weißer Schrift
- dunkle Jeans
- weiße Sneaker
Polizei warnt vor Anrufern
„Wir als Polizei nutzen diese Vorfälle, um erneut vor betrügerischen Anrufern zu warnen“, teilt die Kreispolizeibehörde mit und rät, stets misstrauisch zu sein, wenn fremde Anrufer von Unfällen, Geldsorgen oder Schicksalsschlägen – auch von Angehörigen oder Freunden – erzählen. „Nehmen Sie umgehend selbständig Kontakt zu den vom Anrufer erwähnten Personen auf, wenn Sie die Echtheit der Behauptungen überprüfen wollen“, empfiehlt die Polizei. Hierzu solle der verdächtige Anruf auch unbedingt beendet werden. „Denken Sie daran, dass Richter, Staatsanwälte oder die echte Polizei kein Geld oder Wertsachen fordern und auch nicht in Verwahrung nehmen.“









