Im Straßendeckenprogramm 2023 stehen insgesamt 350.000 Euro für investive Maßnahmen zur Verfügung. Die Anbringung von Schutzplanken im Bereich Gansmecker Weg/Sonneborn war in der Vorschlagsliste der Stadtverwaltung nicht enthalten. Nach einem Ortstermin waren die Politiker aber mehrheitlich zu der Ansicht gekommen, dass wenigstens auf zwei Abschnitten Schutzplanken angebracht werden sollten. Begründung: Nach den Fällungen der Bäume sei deren augenscheinlicher Schutz entfallen.
Technisch nicht notwendig
Bauamtsleiter Sebastian Jülich führte aus, dass aufgrund von Straßenverlauf und -zustand auf dieser Strecke keine Geschwindigkeiten möglich seien, die die Montage von Schutzplanken technisch und nach Regelwerk erfordern würden. Darüber hinaus würden Planken die Straße noch weiter einengen. Als Alternativen nannte er Leitpfosten, Schilder vor den Kurven oder notfalls eine Sperrung der Strecke im Winter (alternative Strecke über Landemert).
Besondere Gefahrenlagen
„Der Fichtenbestand hatte dort durchaus nicht nur eine optische sondern auch eine tatsächliche Schutzwirkung“, meinte Dirk Thomée (CDU). Wenn jetzt ein Auto talseitig von der Straße abkommen würde, gebe es „bis unten kein Halten mehr“. Thomée ergänzte, dass dies seine persönliche und nicht die Meinung der kompletten CDU-Fraktion sei. Katharina Rittinghaus (Die Grünen) und Uwe Böse (SPD) sehen auf zwei Abschnitten eine besondere Gefahrenlage, die sie durch Schutzplanken entschärft sehen wollen. Reinhard Panzer (FDP) stimmte dagegen mit Jülich überein, dass bei dem niedrigen Tempo, das die Strecke nur zulasse, die Unfallgefahr nicht so groß sei.

Fußweg an der Sundhelle muss gesperrt werden
Letztlich stimmte der Ausschuss mit einer Enthaltung für die Anbringung von Schutzplanken auf zwei Abschnitten. Die Kosten dafür liegen bei 75.000 Euro. Diese müssen an anderer Stelle eingespart werden. Es trifft den Fußweg an der Sundhelle. Die Errichtung neuer Treppenstufen und eines Geländers ist mit 70.000 Euro veranschlagt.
Die Sanierung dieses Weges müsste zu schieben sein, meinte Patrick Hansmann (CDU) und wies auf ähnliche Situationen an anderen Stellen im Stadtgebiet hin: z. B. die Verbindung zwischen dem Fußweg auf der alten Bahntrasse am Hestenberg und dem Radweg.
Jülich informierte die Ausschussmitglieder, dass der Fußweg am Höhenweg gesperrt werden müsse, wenn die Sanierung nicht durchgeführt werde. „Da steht die Stadt in der Verkehrssicherungspflicht“, sieht er dazu keine Alternative.
Weitere investive Maßnahmen im Straßendeckenprogramm 2023 sind:
- Wendeplatz Marienburger Straße: Neubau von Winkelstützen einschließlich Geländer (110.000 €)
- Pasel: Versickerung (50.000 €)
- Brockhausen 2: Versickerung (25.000 €)
- Hallenstraße: Winkelstützen und Schutzplanken (zusammen 95.000 €)








