Verwaltung und Politik einigten sich schnell, dass die Unterstützung der Nachbarstadt eine gute Sache sei. „Die Glör ist ein Freizeitbereich, der für viele Halveraner eine große Rolle spielt. Sie ist die einzige Talsperre im Umkreis, die begangen werden kann“, sagte Bürgermeister Michael Brosch im Hauptausschuss. Und damit fand er allgemeine Zustimmung im Gremium.
Denn: Die Stadt Halver ist Mitgesellschafter der Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH (FSG), was sie wiederum zwar nicht rechtlich, aber – so der Tenor im Ausschuss – aus moralischer Sicht mitverantwortlich mache.
Uneinigkeit innerhalb der CDU
CDU-Fraktionschef Marvin Schüle formulierte es so: „Es ist eine gute Investition und ich sehe es in gewisser Form als unsere Pflicht an.“ Kritik gab’s aus eigenen Reihen: Kurt-Dietrich Neuhaus (CDU) stellte den Zuschuss in Frage. „Was haben wir damit zu tun? Es beteiligen sich schließlich auch nicht andere Kommunen an der Zuwegung der Herpine – obwohl diese auch von Bürgern aus anderen Städten besucht wird.“ Dass niemand diese Ansicht teilte zeigte die Abstimmung: Der Ausschuss stimmte geschlossen für den Zuschuss in Höhe von 45.000 Euro für die insgesamt 2,8 Millionen schwere Maßnahme. Neuhaus enthielt sich.
Martin Kastner (SPD) meinte abschließend, es sei nicht fair, wenn sich die umliegenden Kommunen und Mitgesellschafter jetzt rauszögen. Ihm sei es als Autofahrer egal, wo er sich seine Stoßdämpfer kaputt fahre – von intakten Straßen profitierten alle. Final wird der Rat der Stadt Halver am Dienstag, 21. Februar, über den Zuschuss entscheiden.
Verkehrsgefährdende Situationen für Verkehrsteilnehmer und Fußgänger
Zum Hintergrund: Die Straße ist seit längerem sanierungsbedürftig; für die Verkehrssicherheit ist die Stadt Breckerfeld als Eigentümerin der Zufahrtsstraße zuständig beziehungsweise verantwortlich. Die Sanierung und der Ausbau der Zufahrt zur K 10 sei von der Gesellschafterversammlung der FSG aus verkehrssicherheitsrelevanten Gesichtspunkten für unverzichtbar erachtet worden, heißt es in der Begründung.
Häufig komme es bei Begegnungen von Pkw oder Lkw, Motorrädern und Fußgängern zu ver- kehrsgefährdenden Situationen. Insbesondere in den Sommermonaten sei die Straße oftmals durch Verkehrsstaus, verursacht durch Fahrzeuge, die einander nicht passieren können, gekennzeichnet. In Notfällen könne ein Durchkommen von Rettungsfahrzeugen erschwert sein. Insofern sei unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit ein Ausbau dringend geboten.









