Die Zukunft des Don Simon’s Avenue ist ungewiss. Seit rund zwei Wochen hat der Gastronomie-Betrieb Mangels Personal geschlossen (wir berichteten). Am Montagabend, 10. Juli, gab’s ein Statement von Kämmerer Simon Thienel. Wie geht’s jetzt weiter? „Wir brauchen bis Ende des Monats Klarheit“, sagt er im Gespräch mit LokalDirekt. Ansonsten sei es einfach nicht mehr wirtschaftlich. Und dies sei einvernehmlich mit der Familie Hewakandamby entschieden worden.
„Vier von 16.700″ – das müsste man doch eigentlich hinkriegen.“
Klare Worte – und doch schwingt Hoffnung mit, das Don Simon’s zu retten. Es seien ja eigentlich nur vier Menschen von 16.700 Halveranern, sagt Thienel.
Wenn sich nur vier Menschen fänden – Schüler, Rentner, Anpacker – das Blatt könnte sich zum Guten wenden. „Das müsste man doch eigentlich hinkriegen“, sagt Thienel. Und wenn nicht? Dann müsse ein Nachfolger her.
Diese Lösung – die befristete Personalsuche – ist das Ergebnis der vergangenen Tage. Viele Gespräche führte Simon Thienel mit der Familie Hewakandamby. Doch alles stehe und falle mit Mitarbeitern. Auch verkürzte Öffnungszeiten seien nicht realisierbar gewesen. In seinem Statement verteidigt Halvers Kämmerer die Gastronomenfamilie, die ebenfalls das Elephants an der Bahnhofstraße betreibt. Sie seien diesen mutigen Schritt nach der Pandemie gegangen, das wisse die Stadt Halver zu schätzen. Nun gingen sie gemeinsam durch diese Krise, daran änderten auch „Verschwörungstheoretiker, Spötter und sonstige multimediale Scheiterfreudige“ nichts.
Das Statement von Kämmerer Simon Thienel im Wortlaut:
„Die Stadt Halver hat in den letzten Tagen umfangreiche Gespräche mit den Betreibern des DonSimons geführt. Diverse Möglichkeiten wurden abgewogen, wie man die schwierige Situation noch meistern und zum Erfolg führen kann. Dabei wurden u.a. auch die Öffnungszeiten und das Angebot gemeinsam kritisch hinterfragt. Wie man es aber auch dreht und wendet, alles steht und fällt mit genügend Personal. Nachwievor fehlen den Pächtern, der Fam. Hewakandamby, 4 Mitarbeiter/innen, die händeringend gesucht werden.
Die ganze Gastro- Branche hat durch Corona sehr gelitten, die dort arbeitenden Mitarbeiter/innen haben sich zwangsläufig neu orientiert. Nicht umsonst gibt es mittlerweile sogar Firmen, die für 10-20.000 Euro Bedien-Roboter anbieten. Das ist kann aber nicht die Lösung sein. Die Lösung können nur gezieltere Öffnungszeiten, ein qualitativ gutes Angebot, ein auskömmlicher Lohn und Leute sein, die Lust haben anzupacken. Vom Rentner bis zum Studenten, alle sollen sich gerne direkt bei Fam. Hewakandamby über Instagram, E-Mail oder direkt im Elephants melden. Die ganze Branche braucht einen Neustart, und dafür braucht es Menschen, die Lust daran haben etwas zu schaffen, auch mal eine Stunde länger bleiben, sich mit Ihrem Job oder auch Aushilfsjob identifizieren und auch gemeinsam durch schwierige Zeiten gehen.
Nach dieser schwierigen Corona Zeit hat Fam. Hewakandamby das Elephants am Leben gehalten und wollten dann mutig einen weiteren Schritt wagen, um etwas Neues und Erfolgreiches rund um die Bahnhofs- und Frankfurter Str. zu schaffen, nachdem auch das Tortenatelier trotz gutem Umsatz wegen Personalmangel schließen musste. Fam. Hewakandamby ging es auch darum, Halver etwas zurück zu geben und gleichzeitig den bereits berühmten Standort Elephants weiter zu etablieren.
Wie interessant Halver als Markt ist und wie viel Potential hier liegt, sieht man ja auch daran, das das Tortenatelier indirekt zurück ist. Die Stadt Halver und Fam. Hewakandamby wissen einander zu schätzen und feiern nicht nur den überregionalen Erfolg des Elephants miteinander, sondern gehen auch gemeinsam durch diese Krise. Daran ändern auch Verschwörungstheoretiker, Spötter und sonstige multimediale Scheiterfreudige nichts. Konstruktive Helfer und hochgekrempelte Ärmel werden gebraucht!
Fakt ist aber auch, dass das Don Simons schließen muss und wird, wenn nicht innerhalb der nächsten zehn Tage Personal gefunden wurde.“









