Im Rahmen seines Vortrags vermittelte Paul Ziemiak den über 30 interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen sehr authentischen Eindruck von der Situation im Libanon. Der Titel des Vortrags „Party auf dem Pulverfass“ stand dabei symbolisch für das Leben im Libanon und im Nahen Osten. Denn trotz anhaltender Bürgerkriege und terroristischen Anschlägen lassen sich viele Libanesen, insbesondere in Beirut, ihre Lebensfreude nicht nehmen.
Neben sehr bewegenden persönlichen Eindrücken, einer sehr lebhaften Beschreibung der politischen Situation vor Ort ging Paul Ziemiak auch auf die historische Entwicklung ein und schilderte den Zuhörern, wie es überhaupt zur jetzigen angespannten Lage kommen konnte. Detailliert ging er dabei auf die gesamte Region und besonders auf die Lage in Israel ein.
Im Zuge der anschließenden Diskussion verfestigte sich das Bild, dass Deutschland zwar nicht überall auf der Welt helfen kann, aber gezielte humanitäre und wirtschaftliche Unterstützung in der europäischen Nachbarschaft nötiger denn je ist. So leben heute im Libanon, einem Land mit ca. 5,5 Millionen Einwohnern insgesamt, über zwei Millionen Flüchtlinge aus den umliegenden Ländern. Allen voran aus Syrien, aber auch aus den palästinensischen Gebieten. Rechnet man diese Zahl einmal auf die Einwohnerzahl in NRW hoch, wäre es so, als würden allein in Nordrhein-Westfalen rund acht Millionen Flüchtlinge leben. Man könne sich vorstellen, wie sich dies auf die Stimmung in der Bevölkerung auswirken würde, schreibt CDU-Vorsitzender Torben Hamme in seiner Pressemitteilung. „Und um zu verhindern, dass sich religiöse Extremisten die Situation in den Lagern zunutze machen, ist es auch im ureigenen Interesse der EU, dass sich die Situation im Libanon humanitär wie wirtschaftlich wieder verbessert und sich die politische Lage beruhigt.“









