Regelmäßig lädt Landrat Olaf Schade die Abgeordneten, die den Ennepe-Ruhr-Kreis in den Parlamenten in Brüssel, Berlin und Düsseldorf vertreten, zum Austausch ein. Ziel dieser Gesprächsrunden ist es, Akteure aller Ebenen an einen Tisch zu holen, einen sachlichen Austausch zu führen, für die Problemlagen der Kommunen zu sensibilisieren und notwendige Korrekturen anzuregen.
„Kommunale Familie steht vor Herausforderungen“
Im Schwelmer Kreishaus zu Gast waren Ende August die Bundestagsabgeordneten Axel Echeverria (SPD), (Timo Schisanowski (SPD), Katrin Helling-Plahr (FDP) und Matthias Hauer (CDU) sowie die Landtagsabgeordneten Kirsten Stich (SPD) und Verena Schäffer (Bündnis90/Die Grünen).
„Die kommunale Familie sieht sich nach wie vor erheblichen Herausforderungen gegenüber. Es muss in unser aller Interesse liegen, hierfür zuständigkeits- und parteiübergreifend Lösungen zu suchen und zu finden. Nur dies hilft den Betroffenen und stärkt unsere Demokratie“, betonte Schade zur Begrüßung.
Leere Kassen und Flüchtlingszahlen im Fokus
Nach Corona und Energiemangellage stünden aktuell die leeren kommunalen Kassen inklusive der Altschulden sowie die hohe Zahl an Flüchtlingen, die von den Städten untergebracht und betreut werden müssen, besonders im Fokus. Dazu komme aus Sicht der Kreisverwaltung die Debatte, ob die Betreuung von Arbeitslosen jungen Menschen unter 25 ab 2025 tatsächlich vom Jobcenter EN zur Agentur für Arbeit verlagert wird.
Forderung nach schnellen und wirksame Lösungen
Die kommunalen Vertreter aus dem EN-Kreis machten den Abgeordneten deutlich: „Wir sehen in Ihnen unsere Verbündeten und unsere Stimme in Land und Bund. Unsere wichtigste Botschaft lautet: Ohne schnelle und wirksame Lösungen werden die Kommunen handlungsunfähig.“
Die Abgeordneten zeigten Verständnis für die Sorgen und Befürchtungen des Landrats sowie der Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und sagten zu, das Gehörte mit nach Berlin und Düsseldorf zu nehmen. Zudem unterstrichen sie Willen und Notwendigkeit, gemeinsam nach Lösungen zu suchen statt sich gegenseitig Schuld zuzuweisen. Mit Blick auf die Zukunft des Landes und die Interessen der Bürger sollten alle Demokraten auf den Schulterschluss setzen.









