Zum einen drehte es sich um Ämter und Amtsanmaßungen, zum anderen wurde betrauert, wie es städtischen Maßnahmen doch in letzter Sekunde gelang, den Oestertaler Ideen zum „Big Business“ einen Riegel vorzuschieben.
Mit Wortwitz und sprühender Rhetorik führten Jan Müller und Carsten Bock die Verfehlungen der Schützen vor. Viel Gelächter war die Folge, doch nichts zielte unter die Gürtellinie.
Der ehemalige PSG-BG-Präses Sebo Kintner muss es sich in Abwesenheit eingestehen, dass er nun endgültig in den Biergerichts-Ruhestand gegangen ist. Auch wenn sich sein Wohnsitz in der Oester befindet, hat das Publikum eindeutig gegen seine Absichten, hier mitzumachen gevotet.
Anscheinend die „Pferde durchgegangen“ sind Michael Funke und Stephan Scherweit. Beim Landemerter Frühschoppen entwickelten die Beiden die Idee, künftig General sein zu wollen. Zum einen, weil sie bereits Kaiser gewesen seien, und zum anderen sie respektvoller behandelt werden und sich nichts mehr vom Oberst sagen lassen wollen. Tja, in der Hinsicht kennen die Schöffen nur einen General. Ausgestattet mit Omis buntem Schürzenkittel und Kopfputz, Schrubber und Eimer ließ man die Beiden zur bekannten Werbemusik „Stars and Stripes“ des Reinigungsmittels „Der General“ zur Biergerichtskasse antreten.

Die Schlaglochstrecken auf Plettenbergs Straßen sind hinlänglich bekannt. Es verwunderte die Schöffen einzig, dass die Wohnstraße des Bürgermeisters dabei bestens in Schuss sei, wogegen in Himmelmert, in der Ohlwiese, der Herscheider Straße sich bereits Interessenverbände und Firmen an die Oestertaler gewendet hatten, die die Straßen kaufen wollten, wie etwa der Golfclub Himmelmert für ein Putting- und Chipping-Green, ein Joint-Venture namhafter Autohersteller für eine Fahrwerk-Teststrecke.
Der Vorsitzende Andrea Saladdino scheint ein Problem mit der Farbe Rot zu haben. Zu Besuch in einer großen Hafenstadt fuhr er bei Rot über die Ampel, Strafe erhalten, bezahlt und Punkte kassiert. Zwei Wochen später in Plettenberg passiert ihm das Gleiche, nur beförderte seine Freundin Kathrin zu dem Zeitpunkt eine offene gefüllte Bowleschüssel auf ihrem Schoß, weswegen er nicht abrupt bremsen wollte. Er fährt also durch und nimmt in diesem Moment der Polizei leider die Vorfahrt. Zusätzlich beförderte er zwei ungesicherte Gasflaschen im Auto. Und weil er ja bereits zwei Wochen vorher dieses Verkehrsdelikt verübt hatte, fragte er tatsächlich nach, ob man das nicht irgendwie anders regeln könnte. Ein dicker Spazierstock, von den Schöffen überreicht, wird Saladdino die künftigen Fußwege etwas erleichtern.

Mit einer schmissigen einstudierten Tanzeinlage, angelehnt an filmische Szenen aus „Titanic“, rundeten „die Elfen“ (Altmajestäten) einen kurzweiligen Biergerichtsfrühschoppen ab.
Fotogalerie vom Biergericht:



































