Vom Anwurf weg entwickelte sich in der gut besuchten Friedrich-Ebert-Halle eine enge Partie zwischen dem Achten und dem Zehnten der Tabelle. Die HLZ, zuvor mit einer Negativserie von sechs sieglosen Spielen in Folge, versuchte zu Beginn mit aggressiv-bissigen Zweikämpfen zu beeindrucken und blockte ein ums andere Mal erfolgreich. Die erste SGS-Führung konnte sie nach guten fünf Minuten jedoch nicht verhindern. Es ging auch in der Folge weiter hin und her auf beiden Seiten, auf denen sich die jeweiligen Torhüter mehrfach auszeichnen konnten, allerdings auch einige Bälle leichtfertig verworfen wurden.
Beinahe völlig aus der ersten Hälfte genommen wurde Ahlens Torgarant und aktuell Zweiter der Scorerliste David Wiencek, der lediglich auf einen verwandelten Siebenmeter kam. Die Bank der Drachen peitschte die Mannschaft aus dem Sauerland unentwegt weiter an und sah die eigenen Mannen kurzzeitig mit 6:4 in Führung gehen, die Gäste kokettierten aber auch immer wieder mit dem Zeitspiel. In dieser Phase ließ man die letzte Konsequenz etwas vermissen – welche die SG für sich zu nutzen wusste. Vieles der Rot-Weißen lief über rechts außen, erst während einer Zwei-Minuten-Strafe gelang es den Schalksmühlern, den Spielstand nach rund 20 Minuten zu egalisieren (9:9, 7m).
Darauf folgend entwickelten die Dragons eine kleine Drangphase und zogen zunächst mit drei Toren auf 12:9 davon, nach einer Auszeit in Minute 27 kam Ahlen seinerseits jedoch ebenso druckvoll zurück und egalisierte zunächst mitunter sehenswert zum 12:12, setzte auch während einer doppelten Zeitstrafe weiter nach und sicherte sich letztlich auch Dank einer in diesen Momenten zu löchrigen SGSH-Hintermannschaft die 14:13-Pausenführung.
Unkonzentriert und inkonsequent nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Hausherren den besseren Start und erhöhten den Vorsprung zunächst auf drei Tore zum 18:15 und handelten sich anschließend eine Zeitstrafe ein, die die Dragons jedoch nicht für ihren Vorteil zu nutzen wussten – die Gastgeber in Unterzahl allerdings sehr wohl. Mit einem Mann weniger gelangen zwei weitere Treffer zum zwischenzeitlichen 20:16. Die Dragons deckten weiter sehr hoch und boten der SG viel zu viel Raum.
Nach diversen Ballverlusten und Unkonzentriertheiten im Spiel nach vorn, landete ein Wurf nach dem anderen im zeitweise verwaisten Tor der Gäste. Auch beim Stand von dann bereits 28:20 suchte die SGS ihr Heil in der Offensive. Die Angriffsbemühungen verpufften aber mehr oder minder allesamt und luden die Ahlener indes weiterhin zum Freiwerfen auf das Tor der Dragons ein. Während sich die Mienen auf der Gästebank schon seit spätestens Mitte der zweiten Halbzeit deutlich vertrübten, standen die Zuschauer in Ahlen bereits Minuten vor dem Ende mit stehenden Ovationen auf. Sie feierten den Zehn-Tore-Vorsprung ihrer Mannschaft, der sich mit Ablauf der Spielzeit gar noch auf zwölf zum auch in dieser Höhe verdienten 35:23-Endstand erhöhen sollte.








